Viel Lob für den Einsatz der bäuerlichen Familien

Markt / 21.11.2014 • 20:47 Uhr / 7 Minuten Lesezeit
Festlicher Abend in der Kulturbühne AMBACH: Gewinner der Trophäen „I luag druf“ mit prominenter Gratulantenrunde. Fotos: VN/Hofmeister
Festlicher Abend in der Kulturbühne AMBACH: Gewinner der Trophäen „I luag druf“ mit prominenter Gratulantenrunde. Fotos: VN/Hofmeister

Große Ehre fürs Engagement von bäuerlichen Familienbetrieben in Vorarlberg.

Götzis. (VN-tw) Vor dem Hintergrund, dass die UN 2014 zum Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe erklärt hatte, standen bei der alljährlichen Vergabe der Zukunftspreise „I luag druf“ diesmal die Familienbetriebe Vorarlbergs im Mittelpunkt der alljährlichen Ländle-Gala in der Kulturbühne AMBACH in Götzis.

Eine Gala als würdiger Rahmen

Rund 400 Gäste aus der Land- und Forstwirtschaft, Politik und Wirtschaft waren in die Kulturbühne gekommen. „Die Erklärung der UN freut uns besonders, wurde doch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gerade auf jene Art von Land- und Forstwirtschaft gelenkt, die in Vorarlberg seit Generationen erfolgreiche Realität ist“, betonte Josef Moosbrugger als Präsident der Landwirtschaftskammer. Die Ländle-Gala sei „ein würdiger Rahmen, diese besonderen Familien vorzustellen“, fügte Moosbrugger hinzu. „Mein Dank gilt daher allen Teilnehmern, aber auch allen Bäuerinnen und Bauern hier im Saal und in den Betrieben, die tagtäglich beweisen, dass diese unsere Form der familiären Land- und Forstwirtschaft das richtige Zukunftsmodell für die Erzeugung gesunder, nachhaltig produzierter Lebensmittel im Sinne der Konsumenten ist.“

Durch verantwortungsvolles Wirtschaften im Einklang mit der Natur und durch eine hochwertige regionale Lebensmittelproduktion würden Vorarlbergs Bauern unverzichtbare Leistungen für unser Land erbringen, sparte auch Agrarlandesrat Erich Schwärzler nicht mit Lob.

Gesunde Lebensmittel sind im Sinne des Konsumenten.

Josef Moosbrugger
Kategorie LandwirtschaftPropsteihof, St. Gerold, Catharina und Bernd PfisterTrophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro PreisgeldEin Hauptpreis geht heuer ins Große Walsertal nach St. Gerold. Dort leben und wirtschaften Catharina Brüstle und Bernd Pfister mit ihren zwei Töchtern als Pächter des Propsteihofes. Beide kommen nicht aus einem bäuerlichen Elternhaus, haben aber in der Bewirtschaftung einer Landwirtschaft ihr Glück gefunden. Gerade weil es nicht von klein auf selbstverständlich war, am Bauernhof zu leben, schätzen sie „dieses große Privileg“ umso mehr. Ihre Einreichung lässt einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben zu, und gerade die Beschäftigung mit dem Schreiben der Einreichung hat laut Catharina viel dazu beigetragen, sich mit dem Leben der Familie einmal intensiv auseinanderzusetzen, etwas, das man in dieser Tiefe im Alltag leicht vergisst. Neben der umfangreichen Beschreibung des Betriebes und der damit verbundenen Arbeit haben sie auch eine intensive Selbstbetrachtung formuliert, die das Verständnis und den Lebensentwurf der Familie eindrucksvoll umschreibt. „Unsere Tätigkeit stellt für uns nicht nur Beruf, sondern vielmehr eine erfüllende Berufung dar, für die wir 365 Tage im Jahr bereit sind. Bei keinem anderen Broterwerb lassen sich familiäres und berufliches Leben in so guter Weise verbinden. Es macht uns glücklich, einer sinnvollen Tätigkeit mit stets neuen Herausforderungen nachzugehen; kein Tag gleicht dem anderen. Wie andere in der Landwirtschaft tätige Menschen leben wir im Jahreskreis stark mit, von und nah an der Natur“, sagt Brüstle.
Kategorie Landwirtschaft
Propsteihof, St. Gerold, Catharina und Bernd Pfister
Trophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro Preisgeld
Ein Hauptpreis geht heuer ins Große Walsertal nach St. Gerold. Dort leben und wirtschaften Catharina Brüstle und Bernd Pfister mit ihren zwei Töchtern als Pächter des Propsteihofes. Beide kommen nicht aus einem bäuerlichen Elternhaus, haben aber in der Bewirtschaftung einer Landwirtschaft ihr Glück gefunden. Gerade weil es nicht von klein auf selbstverständlich war, am Bauernhof zu leben, schätzen sie „dieses große Privileg“ umso mehr. Ihre Einreichung lässt einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben zu, und gerade die Beschäftigung mit dem Schreiben der Einreichung hat laut Catharina viel dazu beigetragen, sich mit dem Leben der Familie einmal intensiv auseinanderzusetzen, etwas, das man in dieser Tiefe im Alltag leicht vergisst. Neben der umfangreichen Beschreibung des Betriebes und der damit verbundenen Arbeit haben sie auch eine intensive Selbstbetrachtung formuliert, die das Verständnis und den Lebensentwurf der Familie eindrucksvoll umschreibt. „Unsere Tätigkeit stellt für uns nicht nur Beruf, sondern vielmehr eine erfüllende Berufung dar, für die wir 365 Tage im Jahr bereit sind. Bei keinem anderen Broterwerb lassen sich familiäres und berufliches Leben in so guter Weise verbinden. Es macht uns glücklich, einer sinnvollen Tätigkeit mit stets neuen Herausforderungen nachzugehen; kein Tag gleicht dem anderen. Wie andere in der Landwirtschaft tätige Menschen leben wir im Jahreskreis stark mit, von und nah an der Natur“, sagt Brüstle.
Kategorie GastronomieHotel Goldener Berg, Oberlech, Daniela PfefferkornTrophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro Preisgeld„Kulinarische Ursprünglichkeit“. So könnte die Philosophie des Hotels „Goldener Berg“ in Oberlech am Arlberg treffend beschrieben werden. Das trifft im Besonderen auch auf die Küche des Hauses zu. Die Gerichte sind klassisch und doch modern, einfach und doch kreativ, weltoffen und doch heimisch. Die Mannschaft in der Küche geht jedenfalls mit großer Leidenschaft täglich an die Arbeit. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die regionalen Lebensmittelerzeuger und -produzenten gelegt. Dies spiegelt sich auch in einer diesbezüglich beeindruckenden Lieferantenliste wider. Schlussendlich kommt es auch in einer saisonal an die regionalen Erzeuger angepassten Speisekarte zum Ausdruck. Auch der Goldene Berg ist ein stolzer AMA-Gütesiegel-Betrieb. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Sommergericht „Maiskrümelchen“ mit gesottenem Riebelmais, dazu Apfelmus und Heu, ausgekocht mit etwas Kaffee und in einem säuerlichen Sud eingeweichte Pioppini-Pilze oder der Neuinterpretation von „Omas Käsesoufflé“ mit Petersiliensorbert, Stachelbeeren, Zucchettischeiben und Honig-Topping? Das sind zwei Beispiele höchst kreativer Verarbeitung traditioneller Vorarlberger Grundprodukte, die auf geniale Weise neu interpretiert und in kulinarische Besonderheiten verwandelt wurden. Davon zeigte sich auch die Jury überzeugt.
Kategorie Gastronomie
Hotel Goldener Berg, Oberlech, Daniela Pfefferkorn
Trophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro Preisgeld
„Kulinarische Ursprünglichkeit“. So könnte die Philosophie des Hotels „Goldener Berg“ in Oberlech am Arlberg treffend beschrieben werden. Das trifft im Besonderen auch auf die Küche des Hauses zu. Die Gerichte sind klassisch und doch modern, einfach und doch kreativ, weltoffen und doch heimisch. Die Mannschaft in der Küche geht jedenfalls mit großer Leidenschaft täglich an die Arbeit. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die regionalen Lebensmittelerzeuger und -produzenten gelegt. Dies spiegelt sich auch in einer diesbezüglich beeindruckenden Lieferantenliste wider. Schlussendlich kommt es auch in einer saisonal an die regionalen Erzeuger angepassten Speisekarte zum Ausdruck. Auch der Goldene Berg ist ein stolzer AMA-Gütesiegel-Betrieb. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Sommergericht „Maiskrümelchen“ mit gesottenem Riebelmais, dazu Apfelmus und Heu, ausgekocht mit etwas Kaffee und in einem säuerlichen Sud eingeweichte Pioppini-Pilze oder der Neuinterpretation von „Omas Käsesoufflé“ mit Petersiliensorbert, Stachelbeeren, Zucchettischeiben und Honig-Topping? Das sind zwei Beispiele höchst kreativer Verarbeitung traditioneller Vorarlberger Grundprodukte, die auf geniale Weise neu interpretiert und in kulinarische Besonderheiten verwandelt wurden. Davon zeigte sich auch die Jury überzeugt.
Kategorie SchulenMontessori Volksschule Heilgereuthe, Dornbirn, Petra Höfle, Veronika Rusch und Direktor Norbert GrabherTrophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro PreisgeldDie Tatsache, dass einige Kinder auf ihrem Schulweg oft und gerne durch das hohe Gras von Landwirten liefen, führte in der Vergangenheit oft zu Klagen der betroffenen Bauern oder Anrainern der Schule. Das brachte die beiden Bäuerinnen Petra Höfle und Veronika Rusch auf eine besondere Idee. Sie stellten nämlich im Zuge von Gesprächen fest, dass sich die Kinder vielfach gar nicht bewusst sind, wo die Gründe dafür liegen, warum sie nicht durch das hohe Gras laufen sollten. Daher war ihrer Meinung nach nicht Maßregelung, sondern vielmehr umfassende Aufklärung nötig. Die Kinder sollten ganz einfach mehr über das bäuerliche Leben und die Bewirtschaftung von Flächen erfahren. Dies sollte in einer langfristigen Auseinandersetzung mit dem Thema und freilich auch durch eigenes Tun geschehen. Die Projekt-Idee „Durch das Bauernhofjahr“ war damit geboren. Während dieses Vorhabens wurden verschiedene landwirtschaftliche Themen direkt vor Ort, an zehn Tagen übers Jahr verteilt, behandelt und unter die Lupe genommen. Ob Aussaat und Ernte, Arbeiten im Forst, Nutztierhaltung und Milchverarbeitung, Mosten, Feldarbeit oder nachhaltiger Umgang mit der Natur - die 36 Schulkinder konnten sich von allen Bereichen des bäuerlichen Lebens und Arbeitens im Jahreskreis auf spannende und zum Teil spielerische Weise selbst ein Bild machen. Natürlich war auch der begleitende Unterricht an der Schule darauf abgestimmt.
Kategorie Schulen
Montessori Volksschule Heilgereuthe, Dornbirn, Petra Höfle, Veronika Rusch und Direktor Norbert Grabher
Trophäe „I luag druf 2014“ und 800 Euro Preisgeld
Die Tatsache, dass einige Kinder auf ihrem Schulweg oft und gerne durch das hohe Gras von Landwirten liefen, führte in der Vergangenheit oft zu Klagen der betroffenen Bauern oder Anrainern der Schule. Das brachte die beiden Bäuerinnen Petra Höfle und Veronika Rusch auf eine besondere Idee. Sie stellten nämlich im Zuge von Gesprächen fest, dass sich die Kinder vielfach gar nicht bewusst sind, wo die Gründe dafür liegen, warum sie nicht durch das hohe Gras laufen sollten. Daher war ihrer Meinung nach nicht Maßregelung, sondern vielmehr umfassende Aufklärung nötig. Die Kinder sollten ganz einfach mehr über das bäuerliche Leben und die Bewirtschaftung von Flächen erfahren. Dies sollte in einer langfristigen Auseinandersetzung mit dem Thema und freilich auch durch eigenes Tun geschehen. Die Projekt-Idee „Durch das Bauernhofjahr“ war damit geboren. Während dieses Vorhabens wurden verschiedene landwirtschaftliche Themen direkt vor Ort, an zehn Tagen übers Jahr verteilt, behandelt und unter die Lupe genommen. Ob Aussaat und Ernte, Arbeiten im Forst, Nutztierhaltung und Milchverarbeitung, Mosten, Feldarbeit oder nachhaltiger Umgang mit der Natur – die 36 Schulkinder konnten sich von allen Bereichen des bäuerlichen Lebens und Arbeitens im Jahreskreis auf spannende und zum Teil spielerische Weise selbst ein Bild machen. Natürlich war auch der begleitende Unterricht an der Schule darauf abgestimmt.

Anerkennungspreise

Zusätzlich zu den drei Gewinnern des goldenen „I luag druf“ wurden abermals Anerkennungspreise für die Kategorien Schule, Gastronomie und Landwirtschaft vergeben. Diese Preise sind mit je 200 Euro dotiert.

Kategorie Schulen

» Volksschule Beschling, Direktor Martin Pfefferkorn und Bäuerin Grit Scherer

Kategorie Gastronomie

» Freihof Sulz in Sulz, Lydia Zettler

» Haller’s Genuss & Spa Hotel, Mittelberg, Hotelchef Hermann Haller und Küchenchef Gerd Hammerer

Kategorie Landwirtschaft

» Bauernhof Dornbirn, Ilse und Martin Hager.

» Bauernhof, Mellau
Judith und Ludwig Bischof