120 Millionen Franken für die Innovation

Markt / 28.05.2015 • 20:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das neue Hilti Innovation Center in Schaan. Fotos: Paul J. Trummer
Das neue Hilti Innovation Center in Schaan. Fotos: Paul J. Trummer

Nach acht Jahren wurde Hilti-Innovationszentrum in Liechtenstein offiziell eröffnet.

Schaan. „Wir sind unglaublich froh, dass wir nun hier sind“, sagte Hilti-CEO Christoph Loos gestern in den blitzsauberen neuen Räumlichkeiten vor den Medien. Und die Begeisterung war ihm und den weiteren Verantwortlichen deutlich anzumerken. Mit dem rund 120 Millionen Franken teuren Innovationszentrum hat Hilti ein Arbeitsumfeld geschaffen, das den Entwicklungsprozess neuer Technologien und Produkte fördern soll. Hier sind auf rund 30.000 Quadratmetern jene Bereiche und Funktionen unter einem Dach vereint, die in Forschung und Entwicklung involviert sind. Durch das neuartige Raumkonzept sollen die Prozesse schneller, effizienter und effektiver werden. Dabei hatte das neue Innovationsprojekt mit massiven Hindernissen zu kämpfen. Bereits im Jahr 2006 war der Entscheid für den Neubau gefallen. Doch im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wurde 2009 ein Baustopp verhängt. Erst zwei Jahre später konnte es weitergehen. Ein „großer Kraftakt“, wie Loos sagt.

Ja zu Liechtenstein

Weltweit arbeiten über 1000 Mitarbeiter für die Hilti AG allein in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Rund 220 Millionen Franken lässt sich das Unternehmen dies kosten. „Wenn wir also hier heute unser Innovationszentrum eröffnen, dann eröffnen wir nicht irgendeinen Neubau, sondern wir eröffnen eines der wichtigsten Gebäude der weltweiten Hiltigruppe hier in Schaan“, sagte Christoph Loos. In dem Gebäude, dem größten Investitionsprojekt in der fast 75-jährigen Unternehmensgeschichte, sollen Ideen, Technologien und Produkte entstehen. Insgesamt sind rund 400 Arbeitsplätze im Innovationszentrum untergebracht. Diese umfassen die Bereiche Konstruktion, Prototypenbau, Produkttest, Einkauf, Marketing und Projektmanagement. Für die Hilti AG ist der Neubau aber auch ein Bekenntnis zum Standort Liechtenstein. Ein Standort, der sich für Hilti in der Vergangenheit bewährt und an dem die Rahmenbedingungen aus der Sicht des Unternehmens stimmen. Allerdings räumte auch Christoph Loos gestern ein, dass die Aufhebung des Euromindestkurses am 15. Januar 2015 durch die Schweizerische Nationalbank Spuren hinterlässt. Ohne Wenn und Aber hält man aber dennoch am Standort Liechtenstein fest. „Selbst in dieser neuen Konstellation würden wir ohne Zögern die Frage bejahen, ob wir diese Investition hier wieder tätigen würden“, sagte Loos.

Ein inspirierendes Gebäude

Ohne Zweifel: Die Hilti AG hat enorm große Erwartungen in das neue Innovationszentrum. Schon bei der ursprünglichen Planung vor acht Jahren wurde die Zielsetzung entsprechend gesetzt. Es sollte ein funktionales, auf die Innovation zugeschnittenes und gleichzeitig attraktives Gebäude für die Mitarbeiter entstehen. „Ein Ort der Inspiration, wo unsere Mitarbeiter in bester Weise zukunftsweisende Lösungen entwickeln“, machte Hilti-Konzernleitungsmitglied Stefan Nöken gestern deutlich. Es sollte Raum geschaffen werden, der die Kommunikation und die Zusammenarbeit fördert, um am Ende in bester Weise kreativ, effektiv und effizient zu sein.

Christoph Loos und Stefan Nöken.
Christoph Loos und Stefan Nöken.