Kühlen Kopf bewahren

Markt / 17.07.2015 • 11:19 Uhr
Heiß her geht es derzeit auch in den Büros. Doch es gibt Tipps, um der Hitze Herr zu werden. Foto: VN/Steurer
Heiß her geht es derzeit auch in den Büros. Doch es gibt Tipps, um der Hitze Herr zu werden. Foto: VN/Steurer

Die Hitze macht allen zu schaffen. Doch es gibt Tipps, wie man die Hundstage im Büro besser übersteht.

HITZE. (dh) Längst nicht jeder sitzt in einem Raum mit Klimaanlage. Schätzungen zufolge wird jedes zweite Büro nicht gekühlt. Wer dort arbeitet, leidet meist besonders stark unter der Hitzewelle. Was sich auf die Arbeit natürlich auswirkt. Denn an heißen Tagen, wie wir sie zuletzt zuhauf gehabt haben, nehmen die Leistungsfähigkeit und die Konzentration deutlich ab. Arbeitswissenschaftler haben herausgefunden, dass sowohl bei körperlichen Tätigkeiten als auch bei geistigen Tätigkeiten die Arbeitsleistung an Hundstagen um 30 bis 70 Prozent sinkt. Gleichzeitig leidet die Arbeitsqualität, die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko steigen.

Doch gleich vorweg: Auch bei 35 Grad im Schatten gibt es keine Hitzeferien für die Arbeitnehmer. Es gibt keine gesetzliche Grundlage dafür, den Arbeitsplatz zu verlassen, wenn die sommerliche Temperatur zu hoch ist. Aber auch an extrem heißen Tagen gibt es Möglichkeiten, seine Konzentration und Leistungsfähigkeit zu verbessern. Arbeitsmediziner nennen fünf Tipps, mit denen der Hitze wenigstens einigermaßen beizukommen ist.

Verdunstungskälte nutzen: Für etwa eine Minute kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Ratsam ist, sich mit den nassen Händen über Gesicht und Nacken zu streichen, ohne sich nachher abzutrocknen. Wenn das Wasser verdunstet, kühlt das die Haut.

Power-Napping: Fünf bis zehn Minuten im Büro die Augen schließen und den Kopf ablegen, empfiehlt sich auch bei großer Hitze im Büro. Das macht schnell wieder fit. Am besten vorher Chef und Kollegen informieren oder überhaupt einen „Schlafplan“ aufstellen. Um nicht in den Tiefschlaf zu fallen, empfiehlt es sich, am besten einen Schlüssel in die Hand zu nehmen. Spätestens dann, wenn man in den Tiefschlaf versinkt, entspannen sich die Muskeln, und der Schlüssel rutscht von den Fingern. Durch das Geräusch wachen die meisten wieder auf.

Kleine Pausen: Wer kann, sollte immer wieder Pausen von wenigen Minuten einlegen, möglichst an einem kühlen Ort. Selbst sehr kurze Pausen verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Ein kühler Ort kann zum Beispiel das Bad sein. Diese Pausen sollten – genau wie das Po­wer-Napping – mit dem Chef oder der Abteilung jedoch abgestimmt werden, um keine Probleme zu bekommen.

Ausreichend trinken: Am besten Wasser oder auch andere ungesüßte Getränke. Bevorzugen Sie „leichte“ (leicht verdauliche) Speisen, z. B. Salat, Obst. „Schwere“ Speisen belasten den Kreislauf.

Leichte, luftige Kleidung tragen: Besonders wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, sollte eine strikte Kleiderordnung gelockert werden.