„Absurde Forderung“ zum KV-Auftakt

Markt / 24.09.2015 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. (VN) Gestern, Donnerstag, um 11 Uhr haben die Arbeitnehmervertreter der Metallindustrie ihre Forderungen für den Kollektivvertrag 2016 an die Arbeitgeber überreicht und die Herbstlohnrunde eingeläutet. Gefordert wird eine Lohnerhöhung, die Möglichkeit einer Freizeitoption und eine generelle sechste Urlaubswoche nach 25 Arbeitsjahren. Die Arbeitgeber sorgten dann aber für einen Eklat. Der Fachverband der Metall- und Maschinenindustrie (FMMI) teilte mit, er habe die Gespräche unterbrochen da der Industrie eine „seriöse Entscheidungsbasis für einen KV-Abschluss fehlt“. „Sollte etwa die sechste Urlaubswoche ausgeweitet werden, hätten die Betriebe beträchtliche Mehrkosten zu stemmen.“ Man verlange von den Regierungsparteien und den Gewerkschaften Klarheit zu den Rahmenbedingungen, ehe die KV-Verhandlungen weitergehen können, so FMMI-Geschäftsführer Berndt-Thomas Krafft. Rainer Wimmer, Chefverhandler der Produktionsgewerkschaft, reagierte empört: „Die Arbeitnehmer sollen in Geiselhaft genommen werden, das ist absurd, sowas habe ich noch nie erlebt.“  Die Gewerkschaften Pro-Ge und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) werden nun am Dienstag eine Betriebsrätekonferenz abhalten, also die erste Phase von Kampfmaßnahmen einleiten.