Seilbahnen profitierten von Hitze

Markt / 24.09.2015 • 19:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vor der Hitze flüchteten sich viele Einheimische und Gäste mit der Seilbahn auf die Berge. Foto: berchtold
Vor der Hitze flüchteten sich viele Einheimische und Gäste mit der Seilbahn auf die Berge. Foto: berchtold

Vorarlberger Liftbetreiber im heurigen Sommer mit zweistelligem Umsatzplus.

Feldkirch. (VN) Der heurige Sommer trug mit seinem konstanten Schönwetter für viele Branchen zum Erfolg bei. So auch für Vorarlbergs Seilbahnen, die sich über ein zweistelliges Umsatzplus freuen dürfen. „Die Bahnbetreiber standen aufgrund des guten Wetters nur teilweise in Konkurrenz mit den Schwimmbädern. Wegen der hohen Temperaturen im Tal haben sich Frischluftbegeisterte in die Berge gerettet. Viele ‚Liftler’ sprechen daher von einem hervorragenden und außergewöhnlich guten Sommer“, erklärt Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen. Das Ergebnis zum Stichtag am 8. September: Die befragten Bahnbetreiber schätzen, dass sich der Umsatz – inklusive einer gleichbleibenden Entwicklung im Herbst – gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigert. Daraus ergibt sich das Ergebnis von rund 17 Millionen Euro Netto-Umsatz aus Personenbeförderung im Sommer. Das Plus führen die Seilbahnbetreiber aber nicht nur auf das gute Wetter zurück, sondern auch auf die in den Sommertourismus getätigten Investitionen.

Von den vorarlbergweit 124 Seil- und Sesselbahnen sind 37 auch in den Sommermonaten in Betrieb. „Viele Skigebiete in Vorarlberg haben neben dem Tourismus im Winter das Potenzial für die warme Jahreszeit erkannt. Den Ganzjahrestrend zu Bewegung und Erlebnis am Berg spüren auch die Seilbahnen: Vor allem diejenigen Skigebiete, die in Sommerangebote investiert haben, verzeichnen ein deutliches Umsatzplus“, informiert Beck. Dabei gehe es nicht mehr nur darum, den Gästen immer noch größere Attraktionen zu bieten, sondern darum, Bergerlebnisse zu schaffen, die die Schönheit der Natur nahebringen.

Von den Gästen in diesem Sommer kommen 25 Prozent aus Vorarlberg, 43 Prozent aus Deutschland, 13 Prozent der Besucher reisten aus der Schweiz an.

Viele Vorarlberger Sommerbahnen sind noch bis Mitte, bzw. bis Ende Oktober in Betrieb. Ein „goldener Herbst“ könnte die Umsatzzahlen noch weiter erhöhen.

Viele Vorarlberger Skigebiete haben das Potenzial erkannt.

Wolfgang Beck