Erste Geständnisse in der VW-Abgasaffäre

Markt / 04.10.2015 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

VW-Ingenieure gestehen Einbau von Manipulationssoftware.

Wolfsburg. (VN) Sie sollten Abgasnormen und Kostenvorgaben für den VW-Dieselmotor einhalten. Deshalb hätten sie die Manipulations-software installiert – wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf die interne Revision des Autobauers berichtete, sollen mehrere VW-Ingenieure bei Befragungen ausgesagt haben, sie hätten 2008 die Manipulationssoftware installiert. „Wir kommentieren diese Berichte nicht“, sagt ein VW-Sprecher dazu. Das Unternehmen treibe die Aufklärung der Geschehnisse voran. „Sobald wir belastbare Ergebnisse haben, werden wir darüber informieren.“

Laut Zeitungsbericht befand sich der Dieselmotor EA 189, an dem bei VW seit 2005 gearbeitet worden war, kurz vor der Serienreife. Es sei aber keine Lösung gefunden worden, wie sowohl die Abgasnormen als auch die Kostenvorgaben für den Motor eingehalten werden konnten. Daher sei die Entscheidung gefallen, die Manipulations-software zu verwenden. Unklar sei aber weiterhin, wer die Anweisung für die Installation der Manipulations-software gab. Wie das Blatt weiter berichtet, sei für die Manipulation der Abgaswerte auch eine Software des Zulieferers Continental verwendet worden und zwar für die kleinere 1.6-Liter-Variante. Conti-Sprecher Felix Gress sagte: „Wir hatten keine Hinweise auf einen Missbrauch unserer Technik. Die uns von uns gelieferte Software konnte keine Abgaswerte manipulieren.“ Bei VW wollte man sich auch dazu nicht äußern.