Aktienmärkte beruhigen sich nach Turbulenzen

16.10.2015 • 17:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Toni Trojer
Toni Trojer

schwarzach. Die Angst vor einer Konjunkturdelle in China und vor einer Zinserhöhung in den USA belasteten zuletzt die Aktienmärkte. Als die Zinserhöhung der US-Notenbank zuletzt ausblieb, gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Da aber die Unsicherheit des Zeitpunktes der Zinserhöhung weiter bestehen bleibt, kamen die Märkte deutlich unter Druck. Nach der Logik der vorangegangenen Angst vor einer Zinserhöhung wäre eigentlich eher eine Erleichterungsrally zu erwarten gewesen.

Allerdings waren die neuesten US-Konjunkturzahlen schwächer als erwartet, und somit ist die US-Zinserhöhung vorerst verschoben. Das wiederum löste nun international eine kräftige Erholung an den Aktienmärkten aus. Nach dieser Phase der Unsicherheit haben die Aktienmärkte nun wieder mehr Orientierung gefunden. Zudem spricht ein anderer Faktor für steigende Aktienmärkte. Und zwar ist dies der aktuell ungewöhnlich große Pessimismus für Aktien. Die zittrigen Hände sind bereits aus dem Markt, und neues Geld führt wieder zu steigenden Aktienkursen.

Die Konjunktur in Europa befindet sich immer noch tendenziell im Krisenmodus, der schon seit Ende der Finanzkrise anhält. Die Konjunktur ist nicht stark genug als dass die Notenbanken bremsend eingreifen müssen. Aber die Konjunkturlage ist auch nicht so schlecht, als dass die Unternehmensgewinne unter Druck kommen. Daher dürften die Aktienmärkte nach den letzten Turbulenzen wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser münden.

anton.trojer@raiba.at, Toni Trojer, Leiter Finanz-/
Kapitalmärkte, Raiffeisenlandesbank

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