dm wächst in Vorarlberg überdurchschnittlich

26.10.2015 • 20:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In den dm Drogeriemärkten wird viel Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Foto: dm
In den dm Drogeriemärkten wird viel Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Foto: dm

Vor allem der Franken-Effekt trug zum Wachstum der Drogeriemarktkette im Land bei.

Schwarzach. (VN-reh) dm Drogeriemarkt erzielte 2014/15 erneut einen Umsatzrekord. Im mit Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr legte der Umsatz in Österreich um sechs Prozent auf 801 Millionen Euro zu. Prozentuell noch stärker zugelegt hat Vorarlberg. Es habe im Vergleich zu Gesamt­österreich ein überdurchschnittliches Wachstum gegeben, sagt dm-Geschäftsführer und Regionsverantwortlicher für Tirol und Vorarlberg, Thomas Roittner, im VN-Gespräch. Konkrete Zahlen nennt er traditionell nicht. „Aber ich kann sagen, es läuft hervorragend.“

Grund für den Zuwachs: Die insgesamt 18 dm-Märkte in Vorarlberg spüren stark den Franken-Effekt. Bei den Schweizer und Liechtensteiner Kunden habe es einen ordentlichen Sprung gegeben. Das Wachstum wurde dabei mit identer Filialanzahl wie im Vorjahr erzielt. „Wir sind also netto gewachsen, nicht durch Expansion“, verdeutlicht Roittner. Auch in absehbarer Zeit seien keine neuen Filialen in Vorarlberg geplant, es gebe eigentlich kaum mehr weiße Flecken. Interessant könnten in Zukunft jedoch City-Einkaufszentren wie beispielsweise die Seestadt werden. Investiert wird bis dahin vor allem in die Vergrößerung sowie das Attraktivieren der Märkte. In Vorarlberg unlängst an den Standorten Dornbirn Marktstraße und Feldkircher Innenstadt. Weitere Filialen sollen auch heuer wieder auf dem Investitionsplan stehen.

Gesunde Ernährung als Trend

Neben dem Franken-Effekt haben auch das – wenn auch nur geringe – Wachstum im Konsumgütermarkt sowie die Verschiebung von Lebensmittelhandel und Mitbewerb hin zum Drogeriemarkt zum Umsatzplus beigetragen. Zudem wurde im April mit Erfolg die Bio-Eigenmarke „dmBio“ eingeführt. Das sei sehr gut angelaufen, berichtet Roittner. Generell sehe man einen großen Trend zu Naturkosmetik und gesunder Ernährung. Erfreulich entwickelt sich für dm auch der Onlineshop. Man sehe das aber als Ergänzung zum stationären Handel, nicht als Entweder-oder.

Kein Selbstzweck

Wobei das Wachstum insgesamt alles andere als ein Selbstzweck ist, wie der Geschäftsführer weiter erklärt. Man wolle sich am Markt weiterentwickeln und investiere deshalb viel. Nicht nur in die Wohlfühlatmosphäre in den Märkten, sondern genauso in die Mitarbeiter.

Dazu gehören die internen Fachakademien im Bereich Frisör und Kosmetik, die Möglichkeit auf dem zweiten Bildungsweg berufsbegleitend die Ausbildung zum Drogisten zu machen oder auch die Schaffung von integrativen Arbeitsplätzen. Zwei Mitarbeiter seien in den dm-Filialen Bludenz und Bürs voll integriert. Weitere integrative Arbeitsstellen sollen folgen. Schließlich gehören diese Menschen sowohl als Kunden wie auch als Mitarbeiter selbstverständlich dazu. Die beiden jungen Frauen seien Musterbeispiele dafür, wie Integration gelebt werden kann und der Sprung ins Berufsleben mit Handicap glücke.

In den dm Drogeriemärkten wird viel Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Foto: dm
In den dm Drogeriemärkten wird viel Wert auf die Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Foto: dm
dm-Geschäftsführer Thomas Roittner. Foto: VN/Steurer
dm-Geschäftsführer Thomas Roittner. Foto: VN/Steurer

Fakten

dm Drogeriemarkt

» Umsatz: dm Österreich: 801 Mill. Euro; Töchtergesellschaften in Mittel- und Südosteuropa: 1,244 Mrd. Euro; dm Deutschland: 7,029 Mrd. Euro

» Filialen: 388 in Österreich,
3224 in der gesamten Gruppe,
18 in Vorarlberg

» Mitarbeiter: 6305 in Österreich; 55.143 in der Gruppe;
273 in Vorarlberg