Weltweit bestens vernetzt

Markt / 30.10.2015 • 19:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Logistik wird immer stärker direkt in den Produktionsprozess eingebunden. Foto: Gebrüder Weiss
Die Logistik wird immer stärker direkt in den Produktionsprozess eingebunden. Foto: Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss steht für Qualität und Innovationskraft in der Logistikbranche.

Wolfurt. (VN) Das Vorarlberger Transport- und Logistikunternehmen Gebrüder Weiss beliefert ein Netzwerk von Kunden in der ganzen Welt. Um die wachsenden Ansprüche zu erfüllen, muss eine effiziente, schnelle und zuverlässige Abwicklung aller Aufträge garantiert werden. Mittlerweile ist dafür auch umfangreiches IT-Know-how nötig. Denn ohne effektive interne Logistikverteilung, optimierte Routenplanung und lückenlose Statusberichte in Echtzeit ist die geforderte Qualität nicht erreichbar. Um die umfangreiche Digitalisierung zu ermöglichen, beschäftigt Gebrüder Weiss mittlerweile rund 160 Personen in der eigenen IT-Abteilung. Die beiden Rechenzentren von Gebrüder Weiss in Bregenz und Dornbirn sind dabei entscheidende Knotenpunkte, in denen alle wichtigen Datenströme zusammenlaufen.

Veränderte Anforderungen

Inwieweit Industrie 4.0 die Transportbranche tatsächlich verändert, beschäftigt auch den Logistikspezialisten. Neue Herausforderungen und Geschäftsfelder müssen frühzeitig erkannt werden, um optimale Lösungen und Alternativen zu entwickeln. Besonders im Hinblick auf die intelligente Vernetzung und Selbststeuerung innerhalb einer vielseitigen Wertschöpfungskette ist diese Frage für Gebrüder Weiss äußerst spannend. „Großkunden erwarten bereits hohe Transparenz und eine Verflechtung der Logistik in die Produktionsprozesse. Deshalb ist die Logistik inzwischen in vielen Fällen direkt in die Produktionsplanung miteingebunden, inklusive sämtlicher Randbedingungen“, erklärt Andreas Pichler, Leiter Forschung & Entwicklung bei Gebrüder Weiss.

Um auf die veränderten Branchenbedingungen reagieren zu können, müssen bei den Kunden unterschiedliche Unternehmensbereiche analysiert und optimiert werden. „Die Vielfalt der Anforderungen an die Logistik haben deutlich zugenommen. Spürbar kürzere Innovationszyklen erfordern immer kürzere Lieferzeiten. Gleichzeitig will der Kunde auch mehr Serviceangebote, wie Paketverfolgung oder flexible Anlieferungszeiten.

Um den Kunden zufriedenzustellen, müssen wir unsere Abläufe ständig verbessern und neue Geschäftsmodelle entwickeln“, hebt Pichler hervor. Die immer engere Vernetzung und Digitalisierung der Produktionsprozesse erfordert neue Denkweisen und Geschäftsideen, wie etwa die stärkere Fokussierung auf Informationslogistik.

Themenworkshop

Beim 2. Themenworkshop des „V-Netzwerk Intelligente Produktion“ am 4. November mit dem Fokus auf den Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Mittelstand und die Logistik fungiert Gebrüder Weiss als Gastgeber. Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer des EffizienzCluster LogistikRuhr präsentiert diesbezüglich die aktuelle Studie des Fraunhofer IML zu Industrie 4.0 im Mittelstand. Er veranschaulicht, welche Wertschöpfungspotenziale es gibt, wie deren aktueller Umsetzungsstand ist, und wie der Mittelstand von Industrie 4.0 profitieren kann. Was diese Wandlung aus Sicht eines Logistikdienstleisters bedeutet und wo die Überschneidungen zwischen Logistik und Industrie 4.0 besonders markant sind, verdeutlicht anschließend Andreas Pichler von Gebrüder Weiss. Er berichtet aus der Praxis, wie sich die Zulieferkette verändert, und an welchen konkreten Themen Gebrüder Weiss arbeitet, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein.