„Der Markt für meine Erfindung ist gewaltig“

Markt / 24.11.2015 • 18:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das akademische Lehrkrankenhaus am Universitätsklinikum Maastricht vertraut auf das Energienutzungsbündel von Zortström.
Das akademische Lehrkrankenhaus am Universitätsklinikum Maastricht vertraut auf das Energienutzungsbündel von Zortström.

Lange musste Rembert Zortea bangen, doch nun verkauft sich sein System ausgezeichnet.

Hohenems. (VN-sca) Die Wand im Foyer des Hohenemser Gebäudetechnik-Unternehmens bietet kaum noch Platz. Urkunde an Urkunde reiht sich aneinander, 26 Patentschriften und Innovations- sowie Umweltpreise. Sie alle zeugen davon, dass die Firma Zortea Gebäudetechnik einfallsreich und innovativ ist. Und sie hat ein Alleinstellungsmerkmal, denn bislang wird von keinem Unternehmen ein ähnliches Produkt auf dem Markt angeboten.

Rembert Zortea (80), gelernter Installateur, hat sich schon früh Gedanken gemacht, wie man Ordnung ins Leitungsgewirr bringt und dabei Energie sparen kann. Herausgekommen ist „Zortström“, ein Energienutzungsbündel, das immer mehr zum Einsatz kommt, neben Kommunen, z. B. die Ruhr-Uni Bochum, auch in Unternehmen wie  Großbäcker Ölz oder die Firma Bosch. Die ersten Jahre waren zäh, lange habe er gelitten, bis seine Erfindung den Weg ans Licht gefunden habe, nun aber freut sich Zortea über große Umsatzzuwächse. „in den letzten Jahren haben wir den Umsatz verzehnfacht“, berichtet er. Die Zukunft sieht er rosig: „Der Markt für uns ist gewaltig.“ Die Technologie bringt vollkommen neue Möglichkeiten zur Beherrschung und Optimierung der Hydraulik. Dadurch werden alle nur möglichen Ansprüche an Heizungs- und Kühlanlagen erfüllt.

Das Produkt ordnet das hydraulische Durcheinander, das durch Überlagerungen, gegeneinander arbeitende Pumpen oder durch unterschiedliche Wasserüber- und unterdrucke entsteht. Diese Ordnung der Wasserströme und die Unterteilung in Temperaturschichten führt zu einer optimalen Ausnutzung der Energieleistung und damit auch zu einer enormen Kosteneinsparung.

Die Hohenemser Zentrale ist quasi das Hirn der Firma, hier wird für jeden Kunden das Zusammenspiel der einzelnen Wärmeerzeuger und Abnehmer konzipiert. Produziert wird bei Vorarlberger Partnern, z. B. den Diem-Werken in Lochau und die Isolierung bei Martin Winsauer in Dornbirn. Montiert werden die Anlagen von Installateuren vor Ort. Einsparungen bis zu 70 Prozent der Stromkosten sind für die Auftraggeber ein guter Grund, das Vorarlberger Produkt zu wählen. Neben der Umweltfreundlichkeit punktet effiziente Energieverwertung. 

Zortea Fakten

» Gründung: Im Jahr 1963 als Installationsbetrieb.

» Produkt/Innovation: Zortström Energienutzungsbündel (Bündelung und Verteilung von Wärme und Kälte). In 25 Jahren über 4500 Anlagen in Betrieb genommen.

» Patente: 26

» Export: über 90 Prozent in alle Welt, Hauptmarkt ist Deutschland

» Mitarbeiter: 6

Zusammenarbeit mit Vorarlberger Produzenten

» ausgelieferte Anlagen 2015: rund 400