Vorreiter in Sachen Elektromobilität

Markt / 20.07.2016 • 22:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bundesminister Andrä Rupprechter, Landesrat Erich Schwärzler, VKW-Vorstände Christof Germann und Helmut Mennel (v. l.). Foto: VN
Bundesminister Andrä Rupprechter, Landesrat Erich Schwärzler, VKW-Vorstände Christof Germann und Helmut Mennel (v. l.). Foto: VN

In Vorarlberg wird die umweltfreundliche Fortbewegung weiter forciert, um die Mobilitätswende zu schaffen.

Bregenz. (VN-jun) In den vergangenen Jahren hat sich im Bereich der Elektroautos einiges getan und es wird auch in Zukunft keinen Stillstand geben. Die Hersteller entwickeln ständig neue Modelle und schaffen für E-Autos weitere Reichweiten. So planen einige deutsche Automobilhersteller Elektrogefährte mit Energie für 350 Kilometer. Zudem gibt es für die Anschaffung eines E-Autos steuerliche Anreize.

Vorarlberg setzt auf Umwelt

Diese Weiterentwicklungen haben auch positive Auswirkungen auf den Verkehr in Vorarlberg. Insgesamt fahren derzeit rund 700 Elektroautos durchs Land. „Im ersten Halbjahr 2016 wurden bereits 150 E-Autos zugelassen. Das sind gleich viele, wie in den vergangenen zwei Jahren insgesamt“, informierte Landesrat Erich Schwärzler am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Zudem ist Vorarlberg mit 2,4 Prozent österreichischer Spitzenreiter in Sachen Elektro-Neuzulassungen. Damit ist das westlichste Bundesland auf gutem Weg, die Ziele der Elektromobilitätsstrategie bis 2020 zu erreichen: 10.000 Elektroautos, 20 Elektrobusse und 500 elektrische Nutzfahrzeuge sollen in den nächsten vier Jahren auf Vorarlbergs Straßen fahren. „Mit dem Ausbau der Elektromobilität in Vorarlberg wollen wir einen wichtigen Beitrag leisten, um unsere Mobilität nachhaltiger, klimafreundlicher und effizienter zu gestalten“, betonte Schwärzler.

Dazu gehört auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur. 200 dieser öffentlichen Tankstellen wurden von Illwerke VKW bereits installiert. Zudem hat der Energiedienstleister mit der Mobilitätszentrale in Bregenz dazu beigetragen, dass Vorarlberg Vorreiter im Bereich der E-Mobilität geworden ist. „Mit der VKW-Mobilitätszentrale haben wir die geeignete Anlaufstelle für alle jene, die sich für E-Mobilität interessieren. Herstellerunabhängig gibt es hier Informationen über den Stand der Technologie und die Fahrzeuge können ausgiebig getestet werden“, erläutert VKW-Vorstand Helmut Mennel.

Unterstützung durch Bund

Finanzielle Unterstützung bekommt das Land mittels Klima- und Energiefonds des Bundes sowie durch das klimaaktiv mobil Förderprogramm des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. „Allein 2016 fließen über zehn Millionen Euro aus Bundesmitteln in die Förderung der E-Mobilität. Vorarlberg profitiert als Vorreiter in diesem Bereich überproportional davon“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter. Er verweist auf das Weltklimaabkommen, wofür es nicht nur eine Energiewende, sondern auch eine Mobilitätswende braucht. E-Mobilität sei dafür eine Schlüsselmaßnahme.

Elektromobilität

Bis 2020 soll der Verkehr auf Vorarlbergs Straßen noch klimafreundlicher werden:

» 10.000 Elektroautos

» 20 Elektrobusse

» 500 elektrische Nutzfahrzeuge

 

Im ersten Halbjahr 2016 wurden bereits 150 Elektroautos angemeldet.