Ein Recht auf Umtausch gibt es nicht

Markt / 27.12.2016 • 22:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Unliebsames Geschenk? Kein allgemeines Umtauschrecht für im Geschäft gekaufte einwandfreie Waren.

Schwarzach. (VN) Auch wenn Weihnachten nun wieder vorbei ist, profitiert der Handel noch immer vom Geschäft rund um das Christkind. In vielen Geschäften beginnt der Schlussverkauf, Gutscheine werden eingelöst oder Geschenke umgetauscht. Was aber nicht alle Konsumenten wissen: Solange die Ware in Ordnung ist, muss ein Händler sie weder zurücknehmen noch umtauschen, auch wenn das eine oder andere Geschenk nicht gefallen hat. Denn ein Umtausch erfolgt freiwillig. Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht, erinnert der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. In vielen Fällen bieten Geschäfte aber freiwillig ein Umtauschrecht oder sogar eine Geld-zurück-Garantie an. Gerade bei Weihnachtsgeschenken sind die Unternehmen hier meist großzügig.

Bestimmte Waren sind vom Rücktrittsrecht ausgenommen. Darunter fallen beispielsweise Software, die bereits entsiegelt wurde oder Sonderanfertigungen.

Anders sieht es freilich aus, wenn das Produkt defekt ist. Dann muss der Händler es bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen, den Preis mindern oder das Geld zurückgeben, so die Arbeiterkammer. Gutscheine, die kein Befristungsdatum aufweisen, gelten übrigens 30 Jahr lang. Viele Firmen befristen aber die Geltungsdauer. Die Arbeiterkammer rät daher, auf die Dauer der Gültigkeit zu achten.