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Wie voll ein Glas ist, liegt an der Perspektive

von Hanna Reiner
Das Credo: Was im Land regelbar ist, soll hier geregelt werden. VN/Steurer

Das Credo: Was im Land regelbar ist, soll hier geregelt werden. VN/Steurer

„Brauchen keinen Weckruf“: Land und Wirtschaftskammer sehen Wirtschaft auf gutem Weg.

Bregenz. (VN-reh) Nein, einen Weckruf brauchen sie nicht, sagt Wirtschaftskammerpräsident Hans-Peter Metzler in Richtung Industriellenvereinigung, die beim Neujahrsempfang ihr Standort-Strategiepapier präsentierte. „Ich sehe mit Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser zwei Männer, die sehr viel für die Wirtschaft im Land tun“, so Metzler, der 2017 als Jahr der Weichenstellungen sieht. In Vorarlberg gebe es mehr Gestaltungsspielräume als viele glauben, plädiert er dafür, nicht immer nur alles Negative zu suchen. „Das Glas ist halb voll und nicht halb leer“, so der Präsident. Die Wirtschaftskennzahlen würden hier eine eindeutige Sprache sprechen.

Vom Warten auf den Bus

Landeshauptmann Markus Wallner nimmt aus der Neujahrsrede von IV-Präsident Martin Ohneberg durchaus Positives mit. „Aber die Inhalte haben mich nicht besonders überrascht. Wir sind ja bereits mitten auf dem Weg angekommen und in vielen Bereichen Weltspitze. Auch beim öffentlichen Verkehr. Bei uns kommt alle 15 Minuten ein Bus, in anderen Gegenden wartet man drei Tage darauf“, so der Landeshauptmann, der die wirtschaftliche Ausgangslage für Vorarlberg sehr positiv sieht. Auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser sieht Vorarlberg von jedem Mittelmaß weit entfernt.

Damit das so bleibt, wollen Land und Wirtschaftskammer ihre Zusammenarbeit weiter stärken. Dabei wurden gemeinsame Schwerpunkte für 2017 definiert. An erster Stelle stehen neben der Ankurbelung des Arbeitsmarktes die Fachkräfte. Man wolle mehr Lehrlinge und mehr Ausbildungsbetriebe gewinnen. Zugleich sollen Klein- und Mittelbetriebe durch Ausbildungsberater unterstützt werden. Die Fachhochschule bekommt den neuen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Mechatronik, das Forschungszentrum V-Research ein neues Kompetenzzentrum für die Digitalisierung von Prozessen. Das neue Deregulierungsgesetz soll Erleichterungen für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung bringen. Ein Punkt ist der Wegfall der Schlussüberprüfung im Baurecht. Zudem soll der Breitbandausbau vorangetrieben und die Marke Vorarlberg entwickelt werden.

Mit der Marke wolle man verbindlich machen, für was Vorarlberg steht, sagt Hans-Peter Metzler. Neu denken müsse man aber sicherlich das Thema Grund und Boden. Hier seien die Bürgermeister sehr wichtig. „Wir unterstützen jeden Bürgermeister, der wirtschaftsfreundlich ist“, so der WKV-Präsident.

Abwanderung verhindern

Für Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser steht jedenfalls fest, dass man künftig Betriebsgebiete nicht nur auf kommunaler Ebene planen könne. Auch in Sachen Landesgrünzone stoße man langsam an die Grenzen, nachdem diese in den letzten 40 Jahren mengenmäßig gehalten werden konnte. „Ich lasse mir nicht vorwerfen, dass sich ein Traditionsunternehmen gezwungen sieht, in den Osten Österreichs abzuwandern“, sagt Rüdisser in Bezug auf den Hickhack um die Ansiedelung des Großbäckers Ölz in Weiler. Er werde mit aller Macht und Kraft versuchen, Flächen im Land zur Verfügung zu stellen.

<p class="caption">Landeshauptmann Markus Wallner, WKV-Präsident Hans-Peter Metzler und Wirtschaftsreferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Foto: vlk</p>

Landeshauptmann Markus Wallner, WKV-Präsident Hans-Peter Metzler und Wirtschaftsreferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Foto: vlk

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