Bauhaus startet Comebackversuch

Markt / 21.02.2017 • 22:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bauhaus betreibt in Vorarlberg einen Standort in Bregenz. Foto: VN
Bauhaus betreibt in Vorarlberg einen Standort in Bregenz. Foto: VN

Baumarktkette will expandieren und sucht 20.000 Quadratmeter großes Grundstück in Vorarlberg.

Schwarzach. (VN) Eineinhalb Jahre ist es her, dass die Baumarktkette Bauhaus ein geplantes Projekt im Dornbirner Schwefel kurz vor Baubeginn platzen ließ. Das Aus erfolgte ohne Angabe von Gründen und das, obwohl es bereits eine Baugenehmigung gab und teilweise schon die Ausschreibungen erfolgt waren. 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche waren damals für den Standort projektiert.

Nun startet Bauhaus einen neuen Versuch in Vorarlberg. Diesesmal in einer deutlich größeren Dimension. Denn aktuell ist man auf der Suche nach einem neuen Standort, für den Grundstücksflächen im Ausmaß von 20.000 Quadratmeter benötigt werden. Darauf soll eine Verkaufsfläche von rund 10.000 Quadratmetern realisiert werden. Eine schriftliche Anfrage von Bauhaus Österreich erging unlängst an eine Vorarlberger Gemeinde im Rheintal. Aber nicht nur an diese. Denn das Schreiben sei an mehrere Gemeinden in Vorarlberg und in anderen Bundesländern ergangen, erklärt ein Sprecher der Baumarktkette. Dabei gehe es vor allem um neue Standorte in Ballungszentren mit einem größeren Einzugsgebiet. Der derzeit einzige Standort von Bauhaus in Vorarlberg in Bregenz sei „eigentlich viel zu klein und in die Jahre gekommen“. Ob dieser bestehende Standort nach einer möglichen Eröffnung eines neuen Baumarktes geschlossen werde, hänge nicht zuletzt von der Entfernung der beiden Standorte ab.

Primär sei man an einem Grundankauf interessiert. In Frage kämen aber auch die Einräumung eines Baurechtes oder eine Vermietung, verbunden mit der Errichtung eines Superädifikates. Ein neues Bauhaus Fachcenter würde etwa 100 Arbeitsplätze schaffen, heißt es in dem Schreiben.

Gemeinde lehnt ab

Die angefragte Gemeinde hat dem Baumarkt-Unternehmen übrigens abgesagt. Die Grundstücksflächen werden immer knapper und die Dichte im Einzelhandelsbereich ist laut CIMA-Studie bereits jetzt sehr hoch. Zudem verweist die Gemeinde darauf, dass Handelsbetriebe im Vergleich zu Produktionsbetrieben weniger als die Hälfte an Steueraufkommen generieren und ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen erzeugen als ein Produktionsbetrieb.

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