Streit um Wertschätzung

21.03.2017 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Resolution der Vorarlberger Betriebsräte.
Die Resolution der Vorarlberger Betriebsräte.

Bankangestellte wollen höhere Gehälter. Vorarlberger Betriebsräte unterzeichnen Resultion.

Schwarzach. (VN-reh) Hunderte Bankangestellte sind gestern in Österreich auf die Straße gegangen. Gestritten wird um die Löhne und Gehälter von rund 75.000 Mitarbeitern in der heimischen Kreditwirtschaft. Denn nach drei Kollektivvertragsverhandlungsrunden ist noch kein KV-Abschluss in Sicht. Die Arbeitnehmer forderten zuletzt 1,60 Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber boten allerdings nur 1,03 Prozent.

In Vorarlberg trafen sich gestern auf Einladung der Gewerkschaft GPA-djp 55 Betriebsräte der Finanzbranche, um über die weitere Vorgangsweise zu beraten, wenn es in der vierten Verhandlungsrunde am 29. März in Wien zu keinem Ergebnis kommt.

„Leisten gute Arbeit“

Dabei wurde eine gemeinsame Resolution unterzeichnet, in der eine faire Reallohnerhöhung gefordert wird. Wörtlich heißt es: „Unsere Mitarbeiter haben wesentlich dazu beigetragen, die von uns nicht verursachte Wirtschafts- und Finanzkrise im Unternehmen zu bewältigen. Auch wir Beschäfte haben dafür gesorgt, das Kundenvertrauen zu erhalten und leisten täglich gute Arbeit. Dafür haben sich unsere Mitarbeiter Wertschätzung verdient, die sich auch in einer guten Gehaltserhöhung niederschlagen muss.“

Die nächsten Tage finden weitere Betriebsversammlungen in den Banken statt, um die Beschäftigten über den Stand der Verhandlungen zu informieren.

Gestern trafen sich 55 Betriebsräte, um über die weitere Vorgangsweise zu beraten. Foto: GPA
Gestern trafen sich 55 Betriebsräte, um über die weitere Vorgangsweise zu beraten. Foto: GPA