2016 neuer Ernterekord im Rauch-Tal

24.03.2017 • 20:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rauch setzt auf Nachhaltigkeit: Lehrlingsausbildung ist für den Fruchtsafthersteller besonders wichtig.  VN/HB
Rauch setzt auf Nachhaltigkeit: Lehrlingsausbildung ist für den Fruchtsafthersteller besonders wichtig. VN/HB

Fruchtsafthersteller punktet mit neuen
Produkten, Halbwaren und Konzentraten.

Rankweil. Mit dem neuen Rekordumsatz von 881 Millionen Euro (+2,3 Prozent gegenüber 2015) festigt der Rankweiler Fruchtsaftproduzent Rauch 2016 seine Position als größter, rein österreichischer Lebensmittelhersteller in Privatbesitz und einer der größten Fruchtsafthersteller in Europa. 1829 Mitarbeiter finden international bei Rauch Beschäftigung, davon 35 Lehrlinge.

„Getrieben war diese äußerst erfolgreiche Entwicklung einerseits durch erfolgreiche Rauch Eistee- und Happy-Day-Aktivitäten sowie den Einsatz der Weltcup-Skiläuferin Anna Veith mit speziellen Fruchtsaftkreationen im Heimmarkt Österreich, andererseits durch ein starkes Wachstum in Osteuropa und von einer sehr guten Entwicklung im immer wichtiger werdenden Geschäftsbereich der Halbwaren und der Konzentraterzeugung“, so Daniel Wüstner, Geschäftsleiter Sales und Marketing bei Rauch, im Gespräch mit den VN. Unter Halbware sind Säfte und Pürees zum Weiterverarbeiten durch andere Hersteller zu verstehen.

Die Idylle des Rauch-Tals ist nicht nur Werbesujet. Natur und Nachhaltigkeit stehen im Zentrum des Unternehmensleitbilds, das spiegle sich in der täglichen Arbeit ebenso wie in der Strategie wider, so Wüstner. „Bio, Fairtrade, Rainforest Alliance und vegan-Zertifizierung sind nur einige der Themen.“ Gesundheit und rein natürliche Inhaltsstoffe stehen im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern werden die Rezepturen laufend optimiert.

Eigene Rauch-Plantagen

Thema in der Rankweiler Firmenzentrale sei es auch, die Rahmenbedingungen in Ländern, aus denen wichtige Rohstoffe bezogen werden, mit zu verbessern. „Ein Highlight war ein Gemeinschaftsprojekt in Thailand zur Erhaltung der Anbauflächen für Ananas.“ Ambitioniert ist auch der Anspruch, sich bei Früchten europäischer Herkunft selbst mit Rohware zu versorgen. Dabei werden enge Kooperationen mit lokalen Obstbauern und das Betreiben eigener Plantagen forciert, in denen z. B. die Superfrucht Aronia angebaut wird. Die guten Zahlen des vergangenen Jahres sollten, so der Plan, 2017 übertroffen werden. Auch wenn es am Rohwarensektor turbulent zugeht, z. B. sind Orange oder Grapefruit im Einkauf empfindlich teurer geworden, ist Rauch optimistisch. Neuheiten und Marketinginitiativen sollen der notwendige Turbo sein, etwa in den Produktgruppen Happy Day, Eistee, den gekühlten Säften und der Rauch Juicebar. Neu wird 2017 auch der Auftritt der Kaffee-Getränke „Cafemio“ sein. Carpe Diem wird Kurkuma und Matcha in der Dose anbieten.

Rauch Fruchtsäfte

» Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG

» Gründung: 1919

» Gesellschafter: Familie Rauch

» Mitarbeiter: 1829, davon
35 Lehrlinge

» Niederlassungen: 12

» Umsatz: 881 Millionen Euro