Zusatzmillionen für die erhoffte Trendwende

13.04.2017 • 20:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Land gibt weitere 2,6 Millionen Euro für Beschäftigungsprojekte frei, um Arbeitsmarkt zu stabilisieren.

Bregenz. (VN-reh) Spätestens seit dem vergangenen Monat hat sich Optimismus breitgemacht. War es in den vergangenen Jahren noch ein gewohntes Bild, dass die Arbeitslosenzahlen immer weiter stiegen, zeichnet sich nun eine Trendumkehr ab. Aufgrund der guten Wachstumsprognosen soll die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg im Jahresverlauf um rund ein Prozent zurückgehen. Damit wurden ursprüngliche Prognosen, wonach es heuer zu einem weiteren Anstieg bei den Arbeitslosen kommen soll, eines Besseren belehrt.

Mit einer Arbeitslosenquote von voraussichtlich 5,5 Prozent liegt Vorarlberg deutlich unter dem österreichischen Schnitt. Aktuell sind 9523 Menschen beim AMS Vorarlberg arbeitslos gemeldet, 2662 befinden sich in Schulungsmaßnahmen.

Um diese lang erhoffte Trendumkehr abzusichern, hat die Vorarlberger Landesregierung nun weitere 2,6 Millionen Euro für den heimischen Arbeitsmarkt freigegeben. „Es muss auch weiter kräftig in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen investiert werden. Nur so lässt sich eine dauerhafte Verfestigung von Arbeitslosigkeit entschlossen und mit allen Mitteln bekämpfen“, stellt Landeshauptmann Markus Wallner gegenüber den VN klar.

Geld für Qualifizierung

Das Geld des Landes fließt dabei in Beschäftigungsprojekte, konkret in fünf bewährte Initiativen und Einrichtungen. Bei diesen geht es vor allem um neue Perspektiven für Jugendliche, aber auch für arbeitslose ältere und langzeitarbeitslose Menschen. Dabei lautet die Erfolgsdevise Qualifizierung. Denn nur mit einem Pflichtschulabschluss hat man statistisch ein dreifach höheres Risiko, arbeitslos zu werden. „Mit Qualifizierungsmaßnahmen schaffen wir die Voraussetzungen, dass ein Ein- bzw. Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gut gelingen kann“, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Durch das Engagement von Land und Arbeitsmarktservice würden nicht nur die persönlichen Chancen für jeden Einzelnen gestärkt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg insgesamt, so der Wirtschaftslandesrat weiter.

Dauerarbeitsplatz als Ziel

Konkret werden Arbeitsmarktprojekte der Dornbirner Jugendwerkstätten, der Caritas der Diözese Feldkirch, von Integra Vorarlberg, Aqua Mühle sowie Kaplan Bonetti unterstützt. Ziel ist es, von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene in ihrer Lebenssituation zu stabilisieren und auf einen Dauerarbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Das Beschäftigungsprojekt „Dornbirner Jugendwerkstätten“ beispielsweise richtet sich dabei gezielt an junge Menschen unter 25 Jahren. Insgesamt werden im Rahmen der Projekte heuer über 200 Transitarbeitsplätze bereitgestellt.

Zudem wurde auch der Landesbeitrag für das „Arbeitsplatzcoaching (Generation 50+)“ aufgestockt. Dieses Projekt richtet sich an vorgemerkte, arbeitssuchende Personen ab 50 mit gesundheitlichen Einschränkungen. Mit der Aufstockung können die notwendig gewordenen zusätzlichen 35 Plätze bereitgestellt werden.

Die spezifischen Angebote eröffnen neue Perspektiven.

Markus Wallner