Mitarbeiter sind immer schwerer zu bekommen

20.04.2017 • 20:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Industrie zeigt sich stabil.  Foto: VN/Steurer
Die Vorarlberger Industrie zeigt sich stabil. Foto: VN/Steurer

Industrie-Konjunktur positiv, aber Fachkräftemangel und politische Entwicklungen machen Sorgen.

Feldkirch. (VN-reh) Die Industrie schlägt sich weiterhin sehr positiv. Bereits die letzte Konjunkturumfrage bestätigte die gute Geschäftslage und den erfreulichen Ausblick der Vorarlberger Betriebe. Auch im ersten Quartal 2017 wird die Robustheit erneut bestätigt. Die Industrieunternehmen sehen die aktuelle Geschäftslage auf einem stabilen, wenn auch leicht niedrigerem Niveau und auch die Erwartungen für das nächste halbe Jahr ist großteils positiv. Das darf aber nicht über die Herausforderungen der Branche hinwegtäuschen. Denn der größte Teil der Unternehmen sind auf den weltweiten Märkten unterwegs und dort zeigt sich die Situation nicht unbedingt rosig. „Die politische Entwicklung in Europa und weltweit sind die wahren Sorgenkinder“, spricht Michael Amann, Spartengeschäftsführer der Vorarlberger Industrie, neue globale Unsicherheiten, die Flüchtlings- und Migrationsfrage, anstehende Wahlen oder den Brexit an. Das verunsichere und mache es für ein exportorientiertes Land wie Vorarlberg nicht leichter, erfolgreich zu sein. Auch die Verkaufspreise sind weiterhin stark unter Druck.

Wenn sie zu bekommen sind

Zunehmend zur Herausforderung wird auch der Fachkräftemangel. Denn über ein Drittel der Industrieunternehmen will den Mitarbeiterstand in den nächsten drei Monaten erhöhen. „Die gute Geschäftslage macht es den Betrieben möglich, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, wenn sie denn zu bekommen sind“, betont Michael Amann. Aktuelle Bildungsergebnisse zeigen aber auch im Land, dass die bisherigen Maßnahmen an den Schulen zu wenig greifen und vielfach grundlegende Kompetenzen bedauerlicherweise fehlen. Die Vorarlberger Industrie will daher weiterhin aktiv mit eigenen Initiativen, vor allem im Bereich der Lehrlingsausbildung und auch der HTLs, dem Fachkräfteproblem entgegenwirken.

Rohstofffpreise volatil

Ebensfalls herausfordernd ist die Situation bei den Rohstoffpreisen. „Die treffendste Bezeichnung der Preisentwicklung der letzten Jahre ist volatil“, sagt Amann. Denn die Rohstoffpreise schwanken stark. „Wenn wir einen Blick in die Zukunft wagen, dann dürfte die Situation bei den Rohstoffpreisen weiterhin sehr wechselhaft bleiben. Der Ausblick für die Weltwirtschaft ist unsicher und unberechenbar wie lange nicht“, erklärt der Industrie-Spartengeschäftsführer.