Tesla, Rolls-Royce und Vorarlbergs Handwerker

24.04.2017 • 20:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mario Greilach mit dem Rolls-Royce-Werkstück. Foto: VN/sca
Mario Greilach mit dem Rolls-Royce-Werkstück. Foto: VN/sca

GF Pulvercolor beschichtet und reinigt für Weltfirmen und regionale Unternehmen.

Hohenems. Im Jahr 1998 war die Geschäftsidee von Mario Greilach so weit gereift, dass er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Das Know-how dafür hatte er sich in drei Jahrzehnten in der Beschichtungsbranche erarbeitet, und ein Konzept hatte er auch: Die GF Pulvercolor sollte vor allem Firmen in der Region zuarbeiten. Heute beschichtet sein Unternehmen GF Pulvercolor alles, was aus Metall ist – vom Heizkörper für Vorarlberger Installateure über Motorteile von Mopedbastlern bis zu Aufträgen von Großunternehmen wie Blum, Grass und Leica – oder den Luxusautobauern Rolls-Royce und Porsche.

Höchste Präzision

Für Rolls-Royce beschichtet das Hohenemser Unternehmen die Radnaben, die das RR-Logo immer in der Waagrechten halten. Höchste Präzision ist Voraussetzung für Rolls-Royce, aber auch für jeden anderen Auftraggeber der Firma mit derzeit acht Mitarbeitern. Zu groß wolle man bei allem Erfolg auch in Zukunft nicht werden, betont Greilach, denn „bei uns kennen die Kunden ihre Ansprechpartner, und ich bin als Chef immer greifbar“.

Dass das Vorarlberger Unternehmen höchste Qualität liefert, hat sich trotz des Anspruchs von Greilach, vor allem die Firmen in einem Umkreis von gut 200 Kilometer zu beliefern, international herumgesprochen. Denn auch der Vorreiter in Sachen Elektromobilität, der amerikanische Autohersteller Tesla, vertraut den Hohenemsern. Für Tesla reinigt das Unternehmen GF Pulvercolor die Aluminiumrohre für Lüftung und Heizung des E-Mobils zu Hunderttausenden, freut sich Firmenchef Greilach über den Prestigeauftrag, der auch die Qualität seiner Arbeit dokumentiert. Dieser Auftrag wird auf einer hochmodernen und leistungsfähigen Ultraschall-Reinigungsanlage durchgeführt, wie es sie weitum nicht gibt – „der größten bis Norddeutschland und wahrscheinlich in ganz Österreich“. Die Herausforderung ist, dass die Teile absolut rein sein müssen, berichtet der Firmenchef über das Pflichtenheft seiner Kundschaft. Die verlangten Werte habe man spielend geschafft, „sie sind doppelt so gut wie verlangt“. Einfach ist das nicht: Schon eine einzige kleine Verunreinigung, ein kleiner  Einschluss, würde die notwendige Oberflächenspannung zerstören.

Die als eigene Sparte geführte Ultraschall-Reinigung findet aber nicht nur bei Tesla Zuspruch. Die Aufträge kommen von bestehenden Kunden, die schon seit Jahren bei der Firma beschichten lassen, wie auch von neuen Interessenten aus der High-Tech-Wirtschaft. Die Pulverbeschichtung wird nicht vernachlässigt. Der Maschinenpark wird auf dem neuesten Stand der Technik gehalten, die Mitarbeiter bilden sich regelmäßig weiter, um
z. B. Schraubenköpfe oder Gehäuse für Elektronik ins richtige Licht, bzw. die richtige Farbe zu rücken.

In dieser Ultraschall-Reinigungsanlage werden für den E-Autohersteller Tesla Tausende Teile montagefertig gemacht. Foto: GF
In dieser Ultraschall-Reinigungsanlage werden für den E-Autohersteller Tesla Tausende Teile montagefertig gemacht. Foto: GF

GF Pulvercolor

» Gegründet: 1998

» Eigentümer und Geschäftsführer: Mario Greilach

» Mitarbeiter: acht bis zehn

» Geschäftsbereiche: Pulverbeschichtung, Ultraschall-Reinigung

» Kunden: Tesla, Rolls-Royce, Blum, Grass, zahlreiche Handwerksbetriebe