Arbeitsmarkt „noch besser als erwartet“

01.02.2018 • 19:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erfreuliche Entwicklung, doch Arbeitslosenzahl immer noch hoch.

Bregenz Das Jahr fängt gut an und lässt hoffen, dass die großen Ziele der Vorarlberger Arbeitsmarktpolitik für 2018 in Reichweite sind. Land und AMS haben bekanntlich vor wenigen Wochen die Losung von der Vollbeschäftigung ausgegeben.“ Im Jänner wurde ein Schritt in diese Richtung gemacht, auch wenn nach wie vor nicht übersehen werden dürfe, so AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter, dass sich die Arbeitslosigkeit noch immer auf einem relativ hohen Niveau bewege. „Höher als jetzt waren die Arbeitslosenbestände für den Monat Jänner nur in den Jahren 2017, 2016 und 2015“. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 343 oder 3,2 Prozent und somit war die Rückgangsrate merklich höher als in allen Monaten des letzten Jahres.

Zum 31. Jänner waren in Vorarlberg 10.212 (5966 Männer und 4246 Frauen) Arbeitslose vorgemerkt. Zudem befanden sich 2419 Personen in Schulungen. Nach Berufsgruppen betrachtet verringerten sich die Arbeitslosenzahlen in den Bau- (-160) und Metallberufen (-140) am deutlichsten. Geringere aber dennoch bemerkenswerte Anstiege erfolgten in den Hilfs- (+45) und Reinigungsberufen (+30). Rückläufig entwickelten sich Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr in allen Altersgruppen; bei den über 50-Jährigen erstmals seit längerem, so Bereuter erfreut.

Obwohl in so gut wie allen Branchen in Vorarlberg gute Arbeitsmöglichkeiten bestehen und sich die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 734 bzw. rund 30 Prozent auf 3256 erhöhte, bereite die Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie mit ungenügender Qualifikation nach wie vor große Schwierigkeiten. VN-sca

„Bei den über 50-Jährigen sind die Arbeitslosenzahlen erstmals wieder zurückgegangen.“