Mehr Kunden zum Geburtstag

02.05.2018 • 20:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sparkassen-Chefs (v.l.): Martin Jäger (Bregenz), Werner Böhler (Dornbirn), Christian Ertl (Bludenz), Anton Steinberger (Feldkirch), Hermann Bachmann (Egg) Firma
Sparkassen-Chefs (v.l.): Martin Jäger (Bregenz), Werner Böhler (Dornbirn), Christian Ertl (Bludenz), Anton Steinberger (Feldkirch), Hermann Bachmann (Egg) Firma

Trotz Niedrigzinspolitik und Regulatorik: Vorarlberger Sparkassen mit gutem Ergebnis.

Schwarzach Im vergangenen Jahr feierten vier der fünf Vorarlberger Sparkassen runde Jubiläen: Die Sparkasse Bregenz wurde als älteste Bank Vorarlbergs bereits 1822 gegründet (195 Jahre).  

Die Eröffnung der Sparkasse der Stadt Feldkirch folgte 1842, vor 175 Jahren. Dornbirn bekam im Jahr 1867, also vor 150 Jahren, eine eigene Sparkasse. Die Sparkasse Bludenz beging ihr 125-Jahr-Jubiläum (Gründung 1892). Die Geburtstagsfeiern beflügelten die 810 Mitarbeiter der Sparkassen ganz offensichtlich, wie die am Dienstag veröffentlichte Bilanz der Banken zeigt.

Lokal und modern

Sie erzielten 2017 ein Betriebsergebnis von gesamt 36,1 Millionen Euro (2016: 19,4 Mill. Euro; 2015: 35,7 Mill. Euro). Das 2016er-Ergebnis ist auf einen bilanztechnischen Sondereffekt zurückzuführen, der ertragsmindernd zu Buche schlug, kann deshalb nicht für Vergleiche herangezogen werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei gesamt 28,9 Millionen Euro (2016: 23,9 Mio. Euro; 2015: 29,1 Mio. Euro). Die kumulierte Bilanzsumme betrug 5,4 Mrd. Euro (2016: 5,3 Mrd. Euro; 2015: 5,1 Mrd. Euro). Ein Ergebnis, mit dem die Banker zufrieden sind: „Unsere langfristig guten Unternehmenserfolge sehen wir als Konsequenz starker lokaler Kundenbeziehungen, modernen Bankings und hoher Kostendisziplin“,  erläutert der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, Werner Böhler.

„Verlässlicher Partner“

Das Bekenntnis zur Region und das Modell der Sparkassen, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden, um allen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit zu eröffneten, auch kleinste Kapitaleinlagen zur Risikovorsorge im Alter oder bei Krankheit verzinslich zurückzulegen, sorgt für Vertrauen: Im Jubiläumsjahr 2017 konnten die Sparkassen mehr als 11.200 neue Kunden begrüßen. Zur Aufnahme einer neuen Bankverbindung motivierte viele, so deutet Böhler die Zahlen, die digitale Kompetenz, aber auch die Beziehungskompetenz der Sparkassen. „Immer wieder hören wir gerade von unseren Neukunden, wie sehr sie es schätzen, dass wir Sparkassen sichere und komfortable Onlinebanking-Lösungen für PC, Tablet und Smartphone bieten, gleichzeitig aber in den Filialen als verlässliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen“, geht der Sprecher der Sparkassen ins Detail.

Bei den Ausleihungen konnte 2017 im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 3,7 Prozent auf gesamt 4,1 Mrd. Euro erzielt werden. Mit einem Neukreditvolumen von 859,1 Mill. Euro übertrafen die Sparkassen das ohnehin schon sehr hohe Ergebnis aus dem Jahr 2016 (848 Mill. Euro). Davon entfielen insgesamt 322,3 Mill. Euro (+8,4 %) auf neue Wohnbaufinanzierungen.

Die Sparkassen nahmen die Jubiläen zum Anlass, Akzente im Bereich kultureller, sportlicher, wissenschaftlicher und sozialer Aktivitäten zu setzen. 1,9 Millionen Euro kamen so dem Gemeinwohl zugute. VN-sca

Der Sparefroh freut sich: Sparkassen haben gut gewirtschaftet. VN/Rhomberg
Der Sparefroh freut sich: Sparkassen haben gut gewirtschaftet. VN/Rhomberg

Bilanz der Vorarlberger Sparkassen

Betriebsergebnis 36,1 Millionen Euro

Ergebnis der gewönlichen Geschäftstätigkeit 28,915 Mill. Euro

Kumulierte Bilanzsumme 5,4 Mrd. Euro

Verwaltete Kundengelder 5 Milliarden Euro (+7,4 %)

Primärmittel 4 Mrd. Euro (+8,4 %)

Ausleihungen 4,1 Mrd. Euro (+3,7 %)

Kernkapitalquote 18,24 %

Zusätzlicher Sicherheitspolster 101,7 Millionen Euro

Neue Kunden 11.200

Neukredite 859,1 Mill. Euro

Gemeinwohl 1,9 Mill. Euro

Mitarbeiter 810