Ehemaliges Maschinenbaugebäude soll Kletterhalle werden

Markt / 08.05.2019 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kletterexperte Wolfgang Vogl konnte als externer Berater für die neue Boulderhalle in Bregenz gewonnen werden. VN/HB
Kletterexperte Wolfgang Vogl konnte als externer Berater für die neue Boulderhalle in Bregenz gewonnen werden. VN/HB

Ehemaliges Gebäude der Firma Hajek in Bregenz wird größte Boulderhalle Vorarlbergs.

Bregenz Im Dezember 2013 schlitterte die Maschinenfabrik Hajek in Bregenz in die Insolvenz. Etwa ein Jahr später produzierte dann die deutsche Firma GPS Reisacher an dem Standort Verpackungsmaschinen für die Nahrungsmittelindustrie. Sie führte damit Teilbereiche des Hajek-Sortiments in der von ihr neu gegründeten Hajek Maschinenbau GmbH fort. Im Jahr 2016 wurde der Firmenstandort nach Hard verlegt. Seither warten größere Bereiche des Firmenareals beim Eingang zur Bregenzer Achsiedlung auf eine längerfristige neue Verwendung. Diese könnte jetzt gefunden worden sein.

Größte Kletterhalle des Landes

Die vor wenigen Wochen gegründete Greifbar Bouldersport GmbH mit Sitz in Bregenz plant in der rund 900 Quadratmeter großen ehemaligen Hajek-Werkshalle die Errichtung und den Betrieb von Vorarlbergs angeblich größter Boulderhalle namens Greifbar. Das erklärte der geschäftsführende Gesellschafter (72,6 Prozent) Patrick Timm Persdorf. Unter Bouldern versteht man das Klettern in Kletterhallen oder im Fels in geringer Höhe ohne Seilsicherung mit dicken Matten am Boden. Persdorf möchte die Boulderhalle gemeinsam mit dem zweiten geschäftsführenden Gesellschafter Demian Geyer-Hummler betreiben.

Die beiden gebürtigen Deutschen wollen neben dem großen Boulderbereich in der Halle auch ein kleines Gastronomieangebot anbieten. Die Kletteranlagen sind von der Gewerbeordnung ausgeklammert, nicht allerdings der Gastronomiebereich mit rund 40 Sitzplätzen. „Derzeit laufen die entsprechenden Behördenverfahren und noch andere diverse Abklärungen. Erhalten wir überall grünes Licht, dann planen wir die Eröffnung für den Herbst 2019“, so Persdorf. Im Vollbetrieb sollen in der Boulderhalle bis zu fünf Vollzeitmitarbeiter tätig sein.

Kletterexperte als Berater

Als externer Berater dient den beiden Unternehmern der Bregenzer Kletterexperte Wolfgang Vogl. Er hat sich in der Szene insbesondere mit dem Aufbau und der Erschließung des Klettergartens Känzele bei Bregenz einen Namen gemacht. Zudem hat Vogl auch den Klettersteig am Känzele gebaut. Früher betrieb Vogl die Kletterhalle K1 in Dornbirn.