„Es muss einfacher werden“

Markt / 15.05.2019 • 19:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Generali-Vorarlberg-Direktor Markus Winkler (l.) und Generali-Österreich-Vorstand Arno Schuchter wollen lebenslang Partner für ihre Kunden sein. AH
Generali-Vorarlberg-Direktor Markus Winkler (l.) und Generali-Österreich-Vorstand Arno Schuchter wollen lebenslang Partner für ihre Kunden sein. AH

Generali Versicherung wächst in Vorarlberg über dem Mitbewerb: Fokus auf Kranken- und Vorsorgeversicherung.

SCHWARZACH Das Sicherheitsbedürfnis der Vorarlberger ist offensichtlich größer als das der Österreicher östlich des Arlbergs. Oder die Beratung ist umfassender. Jedenfalls konnten Generali-Regionaldirektor Markus Winkler und der österreichische Vertriebs- und Marketingvorstand Arno Schuchter für das vergangene Jahr wieder bundesweit den höchsten Zuwachs in allen Sparten – von Schaden/Unfall- über Kranken- bis zur Lebensversicherung – erreichen. Natürlich seien die Vorarlberger auf Sicherheit bedacht, es hänge aber auch mit dem Wohlstand im Land zusammen, so Schuchter. Wer mehr habe, der habe auch mehr zu versichern.

Gesteigert hat sich das Ergebnis der Generali Versicherungsgruppe österreichweit. Dafür sorgten neben den richtigen und neuen Produkten österreichweit rund 2000 Kundenbetreuer. 600 Connected Agents sind auch im Netz mit personalisierten Websites vertreten und über Facebook zu erreichen. „Inzwischen sind 96 Prozent der Anträge papierlos“, so Schuchter, der betont, wie wichtig das Zusammenspiel von Kundenbetreuern und digitaler Dienstleistung ist. Dass das Service ankommt, zeigt, dass die Zahl der Kundenportal-Nutzer im vergangenen Jahr auf 200.000 verdoppelt werden konnte. Ein Beispiel für die digitale Strategie der Versicherung ist die Unterschrift per Face-ID.

„Lebenslang Partner sein“

In Vorarlberg sorgen 65 Kundenbetreuer, 34 davon connected, und 33 Konzernagenten zusammen mit 302 Makler-Partnern sowie den Bankpartnern BTV und BAWAG PSK für eine gute Betreuung der Kundschaft, die, das hat sich die Generali vorgenommen, „so zufrieden sein soll, dass sie lebenslang unsere Partner bleiben“, berichtet Vertriebsvorstand Schuchter über die Unternehmensziele. Da dürfte diese Auszeichnung eine Möglichkeit sein, die Kunden zu binden: Mit der Gesamtnote 4,6 von 5 möglichen wurde die Generali auch zum dritten Mal zum besten Serviceversicherer gewählt.

Erreicht werden sollen diese aber auch durch eine weitere Initiative der Assekuranz. Ziel sei es, dass 95 Prozent der Kunden die Versicherungsunterlagen ohne Probleme verstehen. Eine große Aufgabe, so Winkler, denn das „Versicherungsdeutsch“ in den Verträgen ist oft den gesetzlichen Vorgaben geschuldet. Um eine leichtere Sprache zu finden, sind Experten am Werk, erklärt Arno Schuchter, der aber das Ziel klar und knapp formuliert: „Es muss einfacher werden.“

80.000 Kunden im Land

In Vorarlberg hat die Generali einen Marktanteil von 19 Prozent. Gewachsen ist die Versicherung, 1831 in der Monarchie in Triest gegründet, österreichweit um 15 Prozent. Gewachsen sei man in allen Bereichen, insgesamt macht das ein Plus von 1,9 Prozent bei den Prämien, die in Vorarlberg mit 143,9 Millionen Euro beziffert werden. Besonders die Bereiche Kranken- und Lebensversicherung konnten stark zulegen (Kranken + 6 Prozent, Leben + 4,9 Prozent). 80.000 Kunden werden in Vorarlberg betreut. Damit diese den „Lifelong-Service“ bekommen, braucht es gut qualifizierte Mitarbeiter. Wie andere Unternehmen ist auch die Generali auf der Suche nach Mitarbeitern und bildet 80 junge Menschen aus. Durch den Generationenwechsel stehen bei der Versicherungsgruppe aber in Österreich insgesamt 400 Stellen zur Besetzung an.

Wetter und das Netz

Ins neue Jahr sei man gut gestartet, allein das Wetter sorgte für erhöhten Einsatz. „Wir haben noch nie so eine Fülle an Schneedruckschäden gehabt wie heuer im ersten Quartal“, so Winkler. Die Wetterkapriolen, die durch den Klimawandel weiter zunehmen, sind ein Zukunftsthema, das alle Versicherer betreffen und laut Schuchter „auch die Politik fordert“. Ein weiteres sind neue Gefahren, die im Netz lauern, auch dafür habe man entsprechende Versicherungen entwickelt. VN-sca

„Unsere Kunden sollen so zufrieden sein, dass sie uns lebenslang als Partner haben wollen.“

Generali in vorarlberg

Prämien 2018 143,9 Millionen Euro (+1,9 Prozent)

Marktanteil 19 %

Kundenbetreuer und Agenten 98

Kunden 80.000

Papierlosquote 97%