Enjo will in Asien expandieren

Markt / 04.06.2019 • 22:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Enjo produziert und entwickelt in Vorarlberg. enjo
Enjo produziert und entwickelt in Vorarlberg. enjo

Für Hautreinigungs-produkt wurde eine Million Euro investiert.

Altach Seit Jahren führt der Reinigungsartikelhersteller Enjo in seinem Sortiment auch Produkte für die Gesichtspflege und Hautreinigung für Frauen. Jetzt hat man diese Sparte speziell für den asiatischen Markt auf völlig neue Beine gestellt. Denn im Vorjahr startete Enjo mit der zur Gruppe gehörenden Vertriebsfirma Croon Inc. in Seoul in Südkorea. Sie ist die organisatorische Plattform für den Verkauf von Gesichtspflege- und Hautreinigungstextilien unter dem eigenen Markennamen „Croon“.

Wie der geschäftsführende Enjo-Gesellschafter Johannes Engl erklärt, sei Südkorea nicht nur für Gesichtspflegeprodukte der ideale Testmarkt. „Wenn man hier verkauft, dann kann man es auch in anderen Ländern dieser Region verkaufen.“ Er denke dabei etwa an China, Japan oder Hongkong und damit „sehr große Wachstumsmärkte“. Engl begründet den Schritt damit, dass Frauen in Asien wesentlich mehr Geld für die Gesichtspflege ausgeben. Innerhalb des ersten Jahres habe man über 100.000 Packungen verkauft.

Eine Million Euro investiert

Für „Croon“ habe das Unternehmen einiges Geld in die Hand genommen, um das Produkt zur Marktreife zu bringen. So sei dafür in den vergangenen zweieinhalb Jahre eine spezielle Faser mit einer besonderen Nähtechnik entwickelt worden. Zudem wurde „Croon“ dermatologisch getestet und sei mit einem Patent geschützt. Insgesamt investierte das Unternehmen in den Gesamtprozess rund eine Million Euro. Die textilen Gesichtsreinigungspads benötigen bei der Anwendung nur Wasser und sollen pro Jahr bis zu 4000 Baumwolle-Pads ersetzen. Hergestellt werden die Pads ausschließlich in Vorarlberg. 

Nicht in Europa

Gegenwärtig führe man Gespräche mit mehreren international tätigen Kosmetikartikel-Vertriebsfirmen, um „Croon“ in mehreren Ländern in Asien in die Geschäfte zu bringen. In Europa wolle man bis auf Weiteres nicht tätig werden.

Den Löwenanteil des Geschäftes erzielt Enjo unvermindert mit textilen Reinigungsartikeln für den Haushalt. Gewachsen ist das Unternehmen über den Direktvertrieb mit selbstständigen Verkäufern in den jeweiligen Ländern. Im Vorjahr kamen Bulgarien, die Niederlande und die USA dazu.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Firmengruppe einen Umsatz von rund acht Millionen Euro und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ertragssituation sei zufriedenstellend positiv. Aktuell werden 80 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu kommen über 2000 Enjo-Berater in 25 Ländern. Entwickelt und produziert wird dabei in Vorarlberg.