Wie bei Collini das Miteinander der Kulturen gelebt wird

05.08.2019 • 06:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Al Nasr Alah Sroor kommt aus Syrien und arbeitet seit zwei Jahren als Schichtarbeiter in der Trommelgalvanik.  collini
Al Nasr Alah Sroor kommt aus Syrien und arbeitet seit zwei Jahren als Schichtarbeiter in der Trommelgalvanik. collini

In Hohenems werden bereits 20 Mitarbeiter beschäftigt, die zuvor als Flüchtlinge in Vorarlberg aufgenommen wurden.

Hohenems Der Oberflächenspezialist Collini wurde vor 121 Jahren selbst von einem Zuwanderer gegründet. Damian Collini, geboren in Mortaso (Trentino), wanderte mit seinem Scherenschleiferkarren nach Vorarlberg und eröffnete 1898 in Hohenems eine Scherenschleiferei. Damit legte er den Grundstein für den heutigen Erfolg der Unternehmensgruppe mit 1600 Mitarbeiter an 13 Standorten weltweit.

Ein Miteinander der Kulturen ist für Collini ein wichtiger Grundpfeiler. Im Stammwerk in Hohenems werden rund 450 Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen beschäftigt, darunter 20 Mitarbeiter, die zuvor als Flüchtlinge in Vorarlberg aufgenommen wurden. Mit dem Miteinander habe man sehr gute Erfahrungen gemacht, sagt Günther Reis, Geschäftsführer von Collini Hohenems.  „Das galt bei Zuwanderung türkischer Mitarbeiter gleichermaßen wie bei den Menschen aus dem früheren Jugoslawien und zuletzt bei den Flüchtlingen, die vorwiegend aus Syrien und Afghanistan zu uns gekommen sind. Alle sind auf der Suche nach einem sicheren Leben für sich selbst und ihre Familien.“ Menschen aufzunehmen reiche aber nicht aus, ist Reis überzeugt. „Man muss ihnen auch die Möglichkeit geben, ihr Leben selbst zu gestalten und damit in unserer Gesellschaft anzukommen.“ Ein vollwertiger Arbeitsplatz sei dabei eine enorm wichtige Komponente.

Die Mitarbeiter, die nach Vorarlberg geflüchtet sind, haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Was sie neben dem Arbeitsplatz schätzen, sind auch die positiven Begegnungen. Khaled Aziz aus dem Irak umschreibt es treffend: „Ich werde hier als Khaled Aziz wahrgenommen und nicht als Ausländer oder Flüchtling.“ Hazem Albasmaui aus Syrien ist besonders stolz auf den schulischen Erfolg der ältesten Tochter: „Sie ist Klassenbeste.“

"Ich möchte gerne etwas von dem zurückgeben, was ich hier an Respekt und Unterstützung bekommen habe. Ich mache das mit guter Arbeit und versuche das auch mit Freundlichkeit." Rehanullah Tarakheil kam als minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan und hat im September bei Collini seine Lehre als Oberflächentechniker gestartet.
„Ich möchte gerne etwas von dem zurückgeben, was ich hier an Respekt und Unterstützung bekommen habe. Ich mache das mit guter Arbeit und versuche das auch mit Freundlichkeit.“ Rehanullah Tarakheil kam als minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan und hat im September bei Collini seine Lehre als Oberflächentechniker gestartet.
Omar Alrifai ist eigentlich Fitnesstrainer. 2014 trat er die Flucht aus Syrien an. Seit 2016 arbeitet er als Schichtarbeiter. Besonders gut gefällt ihm das wöchentliche Deutsch-Café im Pro-Kontra. "Weil man hier auch viele Leute trifft." Seine nächsten Ziele: "Eine Lehre als Elektriker, weiterhin gut mit den Kollegen auskommen und für eine Hochzeit sparen."
Omar Alrifai ist eigentlich Fitnesstrainer. 2014 trat er die Flucht aus Syrien an. Seit 2016 arbeitet er als Schichtarbeiter. Besonders gut gefällt ihm das wöchentliche Deutsch-Café im Pro-Kontra. „Weil man hier auch viele Leute trifft.“ Seine nächsten Ziele: „Eine Lehre als Elektriker, weiterhin gut mit den Kollegen auskommen und für eine Hochzeit sparen.“
Ishaq Al Jowari Ali kommt aus dem Irak und hat in Russland Bauingenieurswesen studiert. Das Studium will er bald beenden. Bei Collini ist er in der Trommelgalvanik beschäftigt, im zweiten Job ist er Hausmeister im Pfarrheim Hohenems. Bei Collini mag er es, dass er ganz normal und mit Respekt behandelt wird und dass Leistung erwartet wird.
Ishaq Al Jowari Ali kommt aus dem Irak und hat in Russland Bauingenieurswesen studiert. Das Studium will er bald beenden. Bei Collini ist er in der Trommelgalvanik beschäftigt, im zweiten Job ist er Hausmeister im Pfarrheim Hohenems. Bei Collini mag er es, dass er ganz normal und mit Respekt behandelt wird und dass Leistung erwartet wird.
Khaled Amiri ist als Minderjähriger aus Afghanistan geflohen und wurde heuer fix übernommen. Besonders freut ihn, dass er dadurch die Möglichkeit hat, sich eine Existenz aufzubauen. „Ich bin ein Mann, ich habe Kraft, ich muss arbeiten“, sagt er. Mittlerweile spricht er schon gut Deutsch und möchte im Herbst die Lehre zum Oberflächentechniker starten.
Khaled Amiri ist als Minderjähriger aus Afghanistan geflohen und wurde heuer fix übernommen. Besonders freut ihn, dass er dadurch die Möglichkeit hat, sich eine Existenz aufzubauen. „Ich bin ein Mann, ich habe Kraft, ich muss arbeiten“, sagt er. Mittlerweile spricht er schon gut Deutsch und möchte im Herbst die Lehre zum Oberflächentechniker starten.
2015 gab er seine Bewerbung bei Collini ab. Heute ist er Schichtarbeiter in der Gestellgalvanik. Abdi Mohamed Mohamed hat in Äthiopien Betriebswirtschaft studiert, bevor er aus seiner Heimat fliehen musste. „Was ich an Collini schätze, dass verschiedenste Kulturen zusammenarbeiten und jeder seine Erfahrungen mit anderen teilt."
2015 gab er seine Bewerbung bei Collini ab. Heute ist er Schichtarbeiter in der Gestellgalvanik. Abdi Mohamed Mohamed hat in Äthiopien Betriebswirtschaft studiert, bevor er aus seiner Heimat fliehen musste. „Was ich an Collini schätze, dass verschiedenste Kulturen zusammenarbeiten und jeder seine Erfahrungen mit anderen teilt.“
"Ich bin ein glücklicher Mann bei Collini. Die Chefs sind sehr gut mit uns und auch die Kollegen - alle eine Familie.“ Manaf Alrashid Al Haraki verließ Syrien vor fünf Jahren und arbeitet seit drei Jahren als Schichtarbeiter in der Trommelgalvanik. Sein nächstes Ziel ist ein weiterer Deutschkurs. "Dann fällt es mir auch leichter, österreichische Freunde zu finden."
„Ich bin ein glücklicher Mann bei Collini. Die Chefs sind sehr gut mit uns und auch die Kollegen – alle eine Familie.“ Manaf Alrashid Al Haraki verließ Syrien vor fünf Jahren und arbeitet seit drei Jahren als Schichtarbeiter in der Trommelgalvanik. Sein nächstes Ziel ist ein weiterer Deutschkurs. „Dann fällt es mir auch leichter, österreichische Freunde zu finden.“