Bitcoin ist Österreichern ein Rätsel

14.08.2019 • 20:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wie jetzt? Österreicher wollen Bargeld, keine Kryptowährungen. Reuters
Wie jetzt? Österreicher wollen Bargeld, keine Kryptowährungen. Reuters

In Österreich herrscht Zurückhaltung in Sachen Kryptowährungen.

Wien Was der Österreicher nicht kennt, mag er nicht. Kryptowährungen sind ihm jedenfalls suspekt, wie eine Umfrage im Auftrag der Bank ING ergeben hat. Ergebnis: Die Österreicher sind bei Geldanlagen konservativ und stehen Kryptowährungen sehr reserviert gegenüber. Ein Vergleich unter 15 Ländern zeigt, dass hierzulande nur 13 Prozent digitale Währungen positiv sehen. Gar nur fünf Prozent würden ihr Gehalt in Bitcoins ausgezahlt haben wollen. In der Türkei finden 62 Prozent Kryptowährungen positiv, 36 Prozent würden sich am Bosporus auch ihren Lohn in Bitcoins auszahlen lassen, was auch deshalb erklärlich ist, weil die Türkei unter einer galoppierenden Inflation zu leiden hat. Da sind Bitcoin und Co. ein vermeintlich sicherer Hafen.

Mit Ausnahme der Türkei, Polen und Rumänien zeigt sich aber auch, dass sich die Bitcoin-Euphorie weiter abschwächt. Für die Umfrage wurden in 13 europäischen Ländern sowie in den USA und Australien knapp 15.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich nahmen über 1000 Personen an der Befragung teil.

Werte schlechter geworden

Verglichen mit der Vorjahresumfrage ist die Einstellung zu Bitcoin und Co. noch schlechter geworden. So waren es 2018 noch 20 Prozent der Österreicher, die meinten, dass Kryptogeld die Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs ist, heuer sind es 17 Prozent. An die Bedeutung als Anlageform glaubten im vergangenen Jahr 17 Prozent der Österreicher, nun sind es 14 Prozent.