WorldSkills: Sechs Vorarlberger kämpfen um Berufs-WM-Titel

Markt / 25.08.2019 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Zeit läuft mit: Lukas Wolf (l.) und Manuel Franz hochkonzentriert während des Industrie 4.0- Wettbewerbs.VN-GUNZ

Die Teilnehmer aus dem Land liegen bei Berufsolympiade in Tartastan gut im Rennen.

Kasan Nahe des Flughafens von Kasan wuselt es. An die 1400 junge Fachkräfte sind hochkonzentriert. Sie messen, bohren, backen, kochen, schleifen, ziehen Betonwände hoch, schneidern oder schneiden Haare. Kurz: Sie rittern seit drei Tagen um Edelmetall. Zwischen den Fachkräften sind überall Besucher, die ihnen über die Schulter schauen. Noch bis Mittwoch werden an die 250.000 Besucher erwartet. Diese gehen sehr diszipliniert durch die riesigen Hallen, die eine Wettbewerbsfläche von 112.000 Quadratmetern umfassen.

Unter den Teilnehmern, die allesamt schon Staats- oder Vizestaatsmeister in ihren Berufen sind, sind 46 Jungprofessionisten aus Österreich dabei. Sie wollen unter Zeitdruck sehr anspruchsvolle Aufgaben meistern. “Wir hatten noch nie so ein großes Team bei den WorldSkills”, ist Johannes Freiss, offizieller Delegierter WorldSkills Austria, stolz auf das große Starterfeld. Den Russen, Koreanern, Japanern und Taiwanesen  räumt er hohe Gewinnchancen ein. “Aber wir sind ebenfalls gut. Ich wäe mit fünf Medaillen zufrieden.”

Aus Vorarlberg treten sechs Teilnehmer bei den 45. WorldSkills an. Teil dieses Teams ist der HTL- Schüler Peter Wakonigg aus Nüziders. Er tritt im Bereich Chemie Labortechnik an. Nach den ersten beiden Tagen liegt er nach Auskunft von Vater Walter Wakonigg, der seinem Sohn begleitet, gut im Rennen. Aber auch bei Blum ist man zuversichtlich. “Bei Mike Fink (CNC Fraesen) sieht es gut aus. Die beiden Maschinenbautechniker Mike Ade und Stefan Eroes programmieren am Sonntagnachmittag, und Mike Ade (Maschinenbau CAD) ist auch noch dabei”, fasst Philipp Köb zusammen.

Der 29-Jährige, der Elektrotechnik-Ausbilder bei Blum ist, begleitet Lukas Wolf und Manuel Franz als Coach in Kasan. Sie treten in der jungen Disziplin 4.0 an. Diese Fachrichtung ist erst ein Demo-Wettbewerb, noch nicht offiziell und wird somit nicht als “olympische Disziplin” gewertet. “Es wird eine knappe Geschichte, aber wir mischen mit. Die Russen und Deutschen liegen aber vorne”, weiß Köb. Während sich die Teilnehmer beim Wettkampf nichts schenken, werde nach der Jurywertung gleich gefachsimpelt, so Köb. Weltmeisterlich eben.