Goldener Talentbeweis

Markt / 27.08.2019 • 22:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Arbeit von Lukas Wolf und Manuel Franz unter den strengen Augen der Experten. Über Gold freuen sich auch Ausbilder Philipp Köb und Experte Matthias Reiner. WKO, Blum
Die Arbeit von Lukas Wolf und Manuel Franz unter den strengen Augen der Experten. Über Gold freuen sich auch Ausbilder Philipp Köb und Experte Matthias Reiner. WKO, Blum

Lukas Wolf und Manuel Franz siegen bei Berufsweltmeisterschaft in Russland.

Kazan 1400 junge Fachkräfte im Alter bis zu 23 Jahren aus mehr als 60 Ländern nehmen heuer in 56 Bewerben an der Berufsweltmeisterschaft (WorldSkills) im russischen Kazan teil. Während die Teilnehmer in den etablierten Berufen noch zittern müssen, stehen die Ergebnisse in den sogenannten „Future Skills“, jenen Berufen, die in Zukunft immer wichtiger werden, nun fest.

Die beiden Vorarlberger Elektrotechniker Lukas Wolf (19, Lustenau) und Manuel Franz (21, Meiningen) vom Beschlägespezialisten Blum konnten sich im Bereich „Industrie 4.0“ die Goldmedaille sichern und setzten sich damit vor den Teilnehmern aus Russland und Deutschland durch. „Wir freuen uns extrem über den Weltmeistertitel, darauf haben wir überhaupt nicht spekuliert. Umso schöner fühlt es sich jetzt an“, sagen die beiden Goldmedaillengewinner.

Gut gestartet

Der Start in Kazan ist gleich gut geglückt. „Wir sind gut in den Wettkampf gestartet und haben gewusst, dass wir, wenn es glatt läuft, vorne mitspielen können“, erklärt Manuel Franz. Dass es am Ende Gold werden würde, damit rechneten die Vorarlberger aber dennoch nicht. „Wir haben bis zuletzt gedacht, dass die Russen wahrscheinlich vor uns sind. Das war dann am Ende zum Glück nicht so“, freut sich Lukas Wolf, dass es am Ende doch mit dem Sieg geklappt hat.

Schutz vor Hackern

An ihrem Arbeitsplatz bei Blum entwickeln, projektieren, warten und revidieren die beiden jungen Vorarlberger die voll automatisierten Produktionsanlagen. Ihre Wettbewerbsaufgabe in Kazan: Sie mussten eine alte Produktionsanlage aufrüsten und im Netzwerk sichern, um sie damit sicher vor Hackern zu machen. Vor Ort und auch in der intensiven Vorbereitungszeit vor dem Wettbewerb wurden sie von Ausbilder Philipp Köb und Experte Matthias Reiner unterstützt und begleitet.

In Kazan bleibt es derweil weiter spannend. Mit den Blum-Mitarbeitern Mike Fink (CNC-Fräsen), Stefan Erös (Polymechanik) und Mike Ade (Maschinenbau-CAD) sowie Peter Wakonigg (Chemielabortechnik, HTL Dornbirn) haben noch fünf Vorarlberger beste Chancen auf weitere Medaillen. VN-reh