Liebherr bewegt sich seitwärts

Markt / 07.10.2019 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Spezialtiefbaugeräte sind in wichtigen Märkten derzeit nicht nachgefragt. Fa
Spezialtiefbaugeräte sind in wichtigen Märkten derzeit nicht nachgefragt. Fa

Liebherr Nenzing erwartet für die nächsten zwei Jahre kein Wachstum.

Nenzing Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH erwartet in nächster Zukunft kein Umsatzwachstum. Nachdem das Unternehmen bereits 2018 ein Umsatzminus von etwa acht Prozent vermeldete, geht man im Management davon aus, dass man sich auch 2019 und 2020 in der Größenordnung des Vorjahres bewegen werde, erklärte Firmensprecher Wolfgang Pfister. „Wir hatten Ende 2018 noch eine vergleichsweise gute Auftragslage. Aber über den Sommer 2019 gab es eine relativ verhaltene Entwicklung. Deshalb rechnen wir derzeit mittelfristig mit einer Seitwärtsbewegung, da die meisten Aufträge doch eine längere Vorlaufzeit haben“, so Pfister.

Auf diese Entwicklung habe Liebherr auch auf der Personalseite reagiert. So habe das Unternehmen rund 30 Leasingkräfte im Produktionsbereich abgebaut. Aktuell liege man noch bei 170 Leasingmitarbeitern. Das bedeutet ein Minus von rund 15 Prozent des Leasingpersonals. Bei dem Stand soll es auch bleiben. „Diese Anpassung beim Produktionspersonal ist kein außerordentliches Ereignis“, so der Unternehmenssprecher.  In sechs Monaten könne die Prognose schon wieder anders aussehen.

Laut Pfister seien die noch immer spürbaren Auftragsrückgänge aus Ländern wie Russland und der Türkei stark mitverantwortlich für die aktuelle Stagnation des Unternehmens. „Wir spüren die dortige Zurückhaltung und können das nicht schnell genug durch neue Dienstleistungen oder Angebote wettmachen.“