Noch immer nicht mit voller Kraft

Markt / 15.01.2020 • 22:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Behebung von Schäden in Obervermunt II dauert an. VN
Die Behebung von Schäden in Obervermunt II dauert an. VN

Obervermuntwerk II läuft nach wie vor nicht im Vollbetrieb.

Bregenz, Gaschurn Das im Sommer 2019 offiziell in Betrieb genommene Illwerke-Pumpspeicherkraftwerk Obervermunt II läuft nach wie vor nicht im Vollbetrieb. Bei einer geplanten Kontrolle des Werkes im Oktober 2019 wurden diverse Schäden festgestellt. Deshalb wurde das 500 Millionen Euro teure Pumpspeicherkraftwerk vom Netz genommen und abgestellt werden.

Die Reparaturen an den beiden Maschinensätzen ziehen sich. Nach Angaben von illwerke vkw-Pressesprecher Andreas Neuhauser sei einer der beiden Maschinensätze Mitte Dezember 2019 wieder in Betrieb gegangen. Der zweite Maschinensatz stehe allerdings nach wie vor. Hier rechne man mit einer Inbetriebnahme Ende Jänner. Das bedeutet, dass das Kraftwerk rund drei Monate lang nicht mit seiner vollen Leistung von bis zu 360 Megawatt betrieben werden kann. 

Strittige Mehrforderungen

Nach Angaben von Neuhauser seien sowohl die Reparaturkosten als auch der energiewirtschaftliche Entgang durch den Stillstand von Teilen der Anlagen durch eine Versicherung abgedeckt. Bei Obervermunt II gibt es allerdings ein weiteres noch nicht gelöstes Problem. Noch immer gibt es keine Lösung rund um strittige Mehrforderungen in zweistelliger Millionenhöhe der beauftragten Baufirmen Jäger Bau, PORR Bau, G. Hinteregger + Söhne sowie ÖSTU STETTIN. „Der Schlichtungsprozess läuft nach wie vor. Es gibt noch keine Einigung“, so Neuhauser. Die Sache wurde Ende 2017 gerichtsanhängig.