Die Pläne bleiben aufrecht

Markt / 20.01.2020 • 19:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Formnormalien, die bei Meusburger hochpräzise gefertigt werden, sind weltweit gefragt. FA
Die Formnormalien, die bei Meusburger hochpräzise gefertigt werden, sind weltweit gefragt. FA

Meusburger Wolfurt spürt abflauende Konjunktur und Krise der Autobauer.

Wolfurt Nach mehreren Jahren mit ständigen Umsatzzuwächsen im hohen einstelligen und zweistelligen Prozentbereich spürt nun auch die Meusburger Group mit Hauptsitz in Wolfurt die angespannte internationale Wirtschaftslage. Denn das Unternehmen rechnet für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatzminus in der Gruppe, gemessen am Rekordumsatz des Jahres 2018.

„Meusburger wird 2019 den Rekordumsatz des Vorjahres nicht erreichen“, berichtet Roman Giesinger, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Kommunikation. Er begründet diese Entwicklung mit der „schwierigen Auftragslage in der Automobilindustrie“ sowie der „Abkühlung der Konjunktur im vergangenen Jahr“.

Minus 17 Millionen Euro

Konkrete Zahlen gab das Unternehmen noch am Abend bekannt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte der Wolfurter Metallspezialist einen Umsatz von 291 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 17 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2018, in dem Meusburger das Rekordergebnis von 308 Millionen Euro Umsatz erzielte.

Trotz des Rückganges beim Umsatz sehe Meusburger optimistisch in die Zukunft, so Giesinger. So sei es im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, die Zahl der Kunden weiter zu steigern. Zudem werde man am geplanten Bauprojekt im neuen Hohenemser Industriegebiet A14 weiterhin festhalten (die VN berichteten). Dort plant das Unternehmen auf einem 60.000 Quadratmeter großen Grundstück die Errichtung von Büroflächen, mit deren Bau noch heuer oder im Jahr 2021 begonnen werden soll. Zukünftig sollen dort irgendwann einmal auch Produktionsflächen dazukommen.

21.000 Kunden weltweit

Die Meusburger Group ist international als Hersteller von Produkten für den Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau tätig und in ihrem Segment Qualitäts- und Innovationsführer. Zu den Produkten gehören etwa Normalien, Teile für den Werkstattbedarf, die Heißkanal- und Regeltechnik und ERP-Software.

Weltweit hat die Wolfurter Firma derzeit mehr als 21.000 Kunden in über 80 Ländern. Tochtergesellschaften des Unternehmens existieren in der Volksrepublik China, Indien, der Türkei und den Vereinigten Staaten sowie in Mexiko. Insgesamt werden mehr als 1700 Mitarbeiter beschäftigt.

„Werden Rekordumsatz des Vorjahres wegen der Konjunkturabkühlung nicht erreichen.“