Mit hohen Erwartungen in die Herbstlohnrunde

Markt / 23.08.2021 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
PRO-GE-Chef Rainer Wimmer: „Beim Abschluss muss es ordentlich rascheln.“ apa
PRO-GE-Chef Rainer Wimmer: „Beim Abschluss muss es ordentlich rascheln.“ apa

Metaller-Gewerkschaft will ordentlichen Abschluss. Arbeitgeber dämpfen Erwartungen.

Wien Die Metallgewerkschafter gehen „mit hohen Erwartungen“ in die Herbstlohnrunde und peilen laut Rainer Wimmer, dem Chef der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, einen Abschluss an, „bei dem es ordentlich rascheln muss“. Gegenüber den „SN“ verwies er auf die Erholung der Wirtschaft: Die Auftragsbücher der Unternehmen seien gut gefüllt. Und die Aussichten für 2022 seien noch besser, so Wimmer.

Dem widerspricht die Arbeitgeberseite. Arbeitgebervertreter Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, dämpft jedenfalls die Erwartungen der Gewerkschaft. Man könne noch nicht von einem breiten Aufschwung reden, im besten Fall erreiche man wieder das Niveau von 2019. Man sollte daher „auf dem Boden der Realität bleiben“, so Knill.

Lieferketten stocken

Er verweist darauf, dass viele Unternehmen mit hohen Preisen für Vormaterialien konfrontiert seien, auch in den Lieferketten stocke noch der Nachschub. Zudem verweist Knill auf die relativ hohen Lohnstückkosten, man müsse daher darauf achten, die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden.

Nach Meinung von Wifo-Chef Christoph Badelt befindet sich die Arbeitnehmerseite in einer stärkeren Position als in den letzten Jahren. Die Inflation sei höher, es seien aber auch die Reallohnerhöhungen in den letzten Jahren kleiner gewesen als die Produktivitätssteigerungen. Die Lohnabschlüsse würden wohl höher sein als die 1,45 Prozent vom Vorjahr, sagt er in der ZiB2.Startschuss ist am 23. September.

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