Millionenschwere Zwangsversteigerung

Markt / 07.02.2022 • 19:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das noch nicht eröffnete Appartementhotel kommt unter den Hammer. Ediktsdatei
Das noch nicht eröffnete Appartementhotel kommt unter den Hammer. Ediktsdatei

Warther Appartementhotel Nachlass von verstorbenem Deutschen.

Warth In Warth kommt es Anfang März zu einer millionenschweren Zwangsversteigerung von mehreren touristisch zu nutzenden Gebäuden und mehr als 620.000 Quadratmeter land- und forstwirtschaftlichen Flächen. Im Zentrum dieser Versteigerung steht das mitten im Ort befindliche Appartementhotel „Huberhus“ samt Nebengebäuden. Das geht aus der Ediktsdatei hervor.

Schätzgutachten: 5,8 Millionen

Der Schätzwert der gesamten Liegenschaft liegt gemäß einem Gutachten des Gerichtssachverständigen Robert Bischof bei 5,8 Millionen Euro. Das Mindestgebot liegt bei vier Millionen Euro.

Im Appartementhotel befinden sich sieben Wohnungen mit insgesamt 63 Betten. Teile der Gebäude sind bislang nicht zur Gänze fertiggestellt. Sie befinden sich jedoch in einem fortgeschrittenen Ausbauzustand, wie es in dem Gutachten heißt. Die bauliche Fertigstellung der Gesamtanlage wurde Anfang 2020 eingestellt.

Die Geschichte des „Huberhus“ reicht ins Jahr 1893 zurück. 2016 und 2017 wurden Teile des Gebäudes saniert. Im Jahr 2019 erfolgten der Abbruch des ehemaligen Wirtschaftstraktes und ein Zubau sowie die Errichtung eines weiteren Appartementhauses.

Zur Zwangsversteigerung verpflichtet sind Petra Heinzl aus Bad Waldsee (D) sowie der Nachlass des Unternehmers Christian Heinzl mit identer Adresse. Der im Großraum Ravensburg bekannte Unternehmer Heinzl von der damaligen Unternehmensgruppe Heinzl ist 2019 überraschend verstorben. Er wurde nur 43 Jahre alt. Kurz vor seinem Tod wurde der Unternehmer unter anderem wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Volksbank als Betreiberin

Betrieben wird die Zwangsversteigerung von der Volksbank Vorarlberg. Vorstandsmitglied Helmut Winkler erklärt, dass die Verlassenschaft von Heinzl bekanntlich insolvent geworden sei. „Eine Zwangsversteigerung ist eine Möglichkeit, diese Immobilien zu verkaufen.“ Immerhin müsse man bedenken, dass das Appartementhotel noch nicht fertiggestellt sei. Die Volksbank habe aufgrund diverser Forderungen die Zwangsversteigerung angestoßen. 

Die Liegenschaft hat einen Schätzwert von 5,8 Millionen Euro.

Die Liegenschaft hat einen Schätzwert von 5,8 Millionen Euro.