Eurospar Hatlerdorf: Realisierung rückt näher

Markt / 24.02.2022 • 05:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So präsentiert sich der Bau in einem ersten Entwurf der im Wesentlichen auch umgesetzt wurde, wie Renderings zeigen, die noch unter Verschluss sind. <span class="copyright">marte marte/Stadt Dornbirn</span>
So präsentiert sich der Bau in einem ersten Entwurf der im Wesentlichen auch umgesetzt wurde, wie Renderings zeigen, die noch unter Verschluss sind. marte marte/Stadt Dornbirn

Eurospar Rose als Leuchtturm für Lebensmittelhandel im städtischen Umfeld.

Dornbirn Im Jahr 2014 verkaufte der Eigentümer des Gasthauses Rose, Josef Spiegel, im Dornbirner Hatlerdorf ebendieses an den Lebensmittelhändler Spar, dessen Markt, nur wenige Meter weiter, an seine Grenzen stößt. Das Projekt war von Anfang an schwierig. Denn es gab Widerstand von der Kulturinitiative Hatlerdorf, die das Verschwinden des Stadtteil-Treffpunkts beklagte. In der Folge einigten sich Stadt Dornbirn, Bauwerber Spar und die Kritiker auf einen anspruchsvollen Prozess, der den Bau begleiten sollte.

Gut ins Quartier einbinden

Nun rückt der Zeitpunkt der Realisierung näher. Anfang März findet vor Ort eine Verhandlung zur gewerberechtlichen Genehmigung und naturschutzrechtlichen Bewilligung des geplanten Eurospar-Marktes statt. Gibt es grünes Licht, kann die Detailplanung des Gebäudes in die finale Phase gehen, ehe die Bauverhandlung stattfindet.

Das Gebäude soll, so ist es im Rahmen der „Vertragsraumplanung“ festgelegt, soll möglichst gut ins Quartier eingebunden werden. Mit den Architekten Marte Marte, die den von Spar ausgelobten Wettbewerb gewonnen haben, kann man auch von hochwertiger Architektur ausgehen, das zeigt auch ein noch nicht veröffentichtes Rendering des Marktes, der im Erdgeschoss eines sechsstöckigen Gebäudes untergebracht ist. Die oberen sechs Stockwerke werden Wohnungen sein, damit soll auch dem Platzverbrauch Einhalt geboten werden. Ursprünglich geplant war im oder am Markt auch ein Café, das soll nach den der Bezirkshauptmannschaft vorliegenden Plänen nicht kommen. Dafür wird der Eurospar-Markt mit einer Verkaufsfläche von 1100 Quadratmetern auch Standort eines hochmodernen Schulungszentrums für die Mitarbeiter des Lebensmittelhändlers, die Spar Akademie.

Auf dieser Brachfläche wird der neue Gebäudekomplex mit Supermarkt, Schulungszentrum und Wohnungen entstehen. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Auf dieser Brachfläche wird der neue Gebäudekomplex mit Supermarkt, Schulungszentrum und Wohnungen entstehen. VN/Steurer

Was aus dem Café im bestehenden Spar-Markt wird, ist noch nicht klar, auch für den Markt ist man noch in Überlegungen, wie oder wer die Räumlichkeiten weiter verwenden könnte, wenn der Eurospar Hatlerdorf in Betrieb geht. Nachdem bereits im Vorfeld sehr genau ausgehandelt wurde, was sein soll und was nicht, gibt es nur wenige Knackpunkte zwischen Stadt und Baubetreiber. Einer davon ist die Zufahrt nicht nur von der L 190, sondern auch von der Hatlerstraße, die im Bauamt nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen soll, wie Insider berichten. Ob die Anrainer mit dem Gebäude zufrieden sind, wird sich bei der Verhandlung im März zeigen. Grundsätzlich geht es bei der anberaumten Verhandlung um Dinge wie Betriebszeiten, Anlieferung, Parkplätze (im Außenbereich wird es nur elf Stellplätze geben, dafür gibt es eine Tiefgarage) und um die Haustechnik, die natürlich alle Möglichkeiten zur Emissionsvermeidung und alternativen Energieerzeugung nutzt.