Herabsetzung von Vorauszahlungen

Markt / 10.04.2022 • 19:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Herabsetzung von Vorauszahlungen

Rankweil Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat am 1. 4. 2022 eine Information veröffentlicht, nachdem für Unternehmer, angesichts des hohen Anstieges an Energiekosten eine einheitliche verwaltungsökonomische Vorgangsweise geschaffen wird, um die laufenden Vorauszahlungen (VZ) an Einkommen- und Körperschaftsteuer herabsetzen zu lassen. Wenn glaubhaft gemacht wird, dass die Unternehmen konkret vom Anstieg der Energiekosten erheblich wirtschaftlich betroffen sind, soll diese Entlastung der Liquiditätssituation ermöglicht werden.

Laut BMF Info werden zwei Fallgruppen geschaffen, bei denen davon ausgegangen werden kann, dass die Betriebe erheblich wirtschaftlich betroffen sind. Zum einen sind das Produktionsbetriebe, die Anspruch auf Energieabgabenvergütung haben, zum anderen sind das (Dienstleistungs-) Betriebe, bei denen der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten mehr als drei Prozent beträgt. Bei diesen zwei Fallgruppen ist eine Reduktion der Vorauszahlungen für 2022 auf 50 Prozent des bisher festgesetzten Betrages gerechtfertigt.

Daneben bleibt die Möglichkeit in Einzelfällen die Vorauszahlung noch niedriger oder mit Null festzusetzen. Voraussetzung dafür ist der substantiierte Nachweis der konkreten Betroffenheit, der zu überprüfen ist. Die Anträge können am besten über das Finanz-Online gestellt werden, wobei für diese vereinfachte fünfzigprozentige Herabsetzung eine eigene Eingabemaske erwartet wird.

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Bahl Fend Bitschi Fend
Steuerberatung GmbH & Co KG

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