Wo in Vorarlberg das Schlaraffendorf zu finden ist

Markt / 25.04.2022 • 12:00 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Wo in Vorarlberg das Schlaraffendorf  zu finden ist
Vorarlbergs Top-Koch Max Natmessnig – 99 Punkte im neuen Falstaff-Restaurant-Guide. Seine “Küche auf Weltniveau” kann noch diesen Sommer in Zug genossen werden. Danach sucht er neue Herausforderungen.” FA

Falstaff-Restaurantguide: Arlberg bleibt Hotspot für Genießer. Herausforderung: Lecher Toprestaurants auf der Suche nach neuen Küchenchefs.

Wien, Schwarzach Drei Restaurantführer versorgen in Österreich Feinschmecker mit den wichtigsten Informationen darüber, wo man außergewöhnlich isst. Und geben eine verlässliche Einordnung darüber, wo das Restauranterlebnis überdurchschnittlich hoch ist. Nun hat auch das Magazin Falstaff seine Bewertungen präsentiert. Sie unterscheiden sich von den Mitbewerbern Gault Millau und A la Carte dadurch, dass auch die Gäste ihren Input leisten. Die höchste Bewertung, die vergeben wird sind hundert Punkte und die erreichte im brandneuen Guide die Wiener Feinschmecker-Ikone Steirereck als einziges Lokal in Österreich.

99 von 100 Punkten

Doch bereits auf den Fuß folgt das derzeit beste Restaurant in Vorarlberg. Der Chefs Table im Schualhus des Gourmethotels Rote Wand. 99 Punkte und damit auf gleicher Höhe wie die Kochlegenden Juan Amador, der in Wien mit internationaler Küche auch drei begehrte Michelinsterne erkochte, den Brüdern Karl und Rudolf Obauer im Salzburgischen Ort Werfen, dem Landhaus Bacher in der Wachau und Hubert Wallner am Wörthersee, findet sich Max Natmessnigs „Kochshow“. Doch für die 99 Punkte muss alles stimmen: Der Service, das Weinangebot und das Ambiente insgesamt – eine Teamleistung, die fast nicht mehr zu toppen ist.

Milena Broger im Bregenzer Restaurant Weiss:  Laut Falstaff "die innovativste Adresse abseits vom Arlberg", "vereint Nordic-Cuisine-Einflüsse mit dem Besten von hier".  <span class="copyright">VN/Rauch</span>
Milena Broger im Bregenzer Restaurant Weiss: Laut Falstaff "die innovativste Adresse abseits vom Arlberg", "vereint Nordic-Cuisine-Einflüsse mit dem Besten von hier". VN/Rauch

In Vorarlberg bleibt der Arlberg der Hotspot der exzellenten Küche:  Unter den Top 10 der Vorarlberger Restaurants befinden sich (bei mehreren Ex-aequo-Plätzen) zehn Adressen in Lech. Die starke Übermacht am Arlberg wurde nur von drei Restaurants durchbrochen, die auf Platz fünf und auf Platz sieben landeten. Im Rheintal ist das Restaurant Guth auf Platz fünf und das Mangold in Lochau auf Platz sieben die Spitzenreiter. Auf Platz fünf findet sich auch der Kleinwalsertaler Klassiker Kilian Stuba, übrigens das einzige Lokal im Bundesland, das seit Jahren einen (deutschen) Michelin-Stern  hält.

Höchstes Gastroniveau

In keinem Bundesland außer in der Millionenstadt Wien erhielten so viele Restaurants die Topbewertung von 95 bis 100 Punkte. In Wien sind es von 471 bewerteten Lokalen zehn die vier Gabeln verliehen bekamen, in Vorarlberg sind es bei 146 Bewertungen sieben Restaurants, die auf allerhöchstem Niveau agieren und damit auch europaweit an der Spitze verankert sind. Wobei Vorarlberg mit 146 Restaurants in der Bewertung auch vor weit größeren Bundesländern plaziert ist und das allgemein hohe Niveau der Gastronomie im Land widergespiegelt wird.

Damit ist ein Ziel des Vorarlberger Tourismuskonzeptes, nämlich international zur kulinarischen Spitze im internationalen Vergleich aufzuschließen, schon fast erreicht. Vorarlbergs bester Koch ist indes Niederösterreicher. Max Natmessnig wird nicht nur in Vorarlberg und Österreich als Shooting Star gefeiert, auch Instanzen wie das deutsche Magazin „Der Feinschmecker“, das Natmessnig in der April-Ausgabe eine Rezept- und Fotostrecke widmete, bezeichnet ihn als Österreichs „Österreichs größtes Talent“, der das Schualhus in Zug „mit alpin-japanisch-nordischer Küche zum angesagtesten Tisch des Landes“ gemacht habe. Die Rote Wand darf sich übrigens auch über 93 Punkte und drei Gabeln für die Rote Wand Stuben freuen. Der Falstaff spricht von einer „neuen Gourmetdestination auf Weltniveau“.  Damit der Chefs Table das auch in Zukunft bleibt, hat Hotelier und Kulinarik-Afficionado Joschi Walch allerdings jetzt eine große Aufgabe vor sich.

Neue Talente gesucht

Wie im Restaurant des Luxushotels Aurelio, das derzeit eher durch die Besitzverhältnisse denn durch die Küche von sich reden macht, muss sich Walch nach einem Nachfolger für den jungen Wunderkoch umsehen.  Das berichtet Joschi Walch selbst: Nach 5 wunderbaren gemeinsamen Jahren ist es für Max nun an der Zeit, nach der kommenden Sommersaison weiterzuziehen und sich seinen Traum von Michelin-Sternen zu erfüllen. Wir sind so unendlich dankbar für die wundervolle Zeit, die zahlreichen Gespräche, das gemeinsame Brainstorming und die positive Entwicklung des Rote Wand Chef’s Table und freuen uns, dass wir Max auf seinem Weg begleiten, unterstützen und ihm die Bühne geben durften. Wir wünschen Max und seiner Frau Bekah für ihre private, aber auch berufliche Zukunft nur das Allerbeste und sind uns sicher, dass wir noch viel von ihnen hören werden.“ Er sucht nun motivierte, kreative, wissensdurstige Köche, die sich als Nachfolger von Max in der Roten Wand und am Rote Wand Chef’s Table einen Namen machen wollen“ und freut sich auf Bewerbungen. Bis Ende der Sommersaison besteht noch die Chance Max und Bekah live im Schualhus in Zug zu erleben.

Vorarlbergs Top 10

1 Rote Wand Chef´s Table im Schualhus. Lech 99 Punkte

2 Restaurant im Almhof Schneider, Lech 98 Punkte

3 Griggeler Stuba im Burg Vital Hotel, Lech 97 Punkte

4 Gourmetrestaurant Aurelio´s, Lech, 96 Punkte

5 Restaurant Guth, Lauterach, 95 Punkte

5 Kilian Stuba, Hirschegg, 95 Punkte

6 Jägerstube im Hotel Post,Lech, 95 Punkte

7 Restaurant Mangold, Lochau, 94 Punkte

8 Jakob und Ethel im Klösterle, Lech, 94 Punkte

9 Lechtaler Stube im Burg Hotel, Lech, 94 Punkte

9 Picea im Burg Vital Resort, Lech. 94 Punkte

10 Murmeli, Lech, 93 Punkte

10 Severins, Lech, 93 Punkte

Der „Falstaff Restaurant- und Gasthausguide 2022“ ist um 15,00 Euro ist ab sofort im Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich. Alle Bewertungen sind auch in der kostenlosen Falstaff-Restaurantguide-App nachzulesen.