Renaissance der Genossenschaft

Markt / 28.04.2022 • 22:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit Konzentration auf „die Märkte, in welchen wir ein fundiertes Know-how haben“, reüssiert die Volksbank Vorarlberg. FA
Mit Konzentration auf „die Märkte, in welchen wir ein fundiertes Know-how haben“, reüssiert die Volksbank Vorarlberg. FA

Volksbank Vorarlberg steigerte auch im vergangenen Jahr Betriebsergebnis.

Rankweil Die Volksbank Vorarlberg schloss ihr Geschäftsjahr 2021 mit einem Betriebsergebnis in Höhe von 5,38 Millionen Euro erfolgreich ab und steigerte damit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr neuerlich. Und auch sonst konnte die Genossenschaftsbank reüssieren, wie die von Vorstandschef Gerhard Hamel bei der Generalversammlung am Donnerstag abend präsentierten Zehlen zeigen. Die Eigenmittelausstattung lag wiederum bei über 20 Prozent und übertreffen die gesetzliche Quote deutlich. Durch die Fokussierung im Heimatmarkt auf die Bereiche Wohnbau und Kommerz konnte, so Hamel, zusätzlich auch eine Steigerung des Kreditvolumens erzielt werden.

Nachhaltig anlegen

„Neben dem Ausbau der Partnerschaften sind die regionale Verankerung und die Konzentration auf die Märkte, in welchen wir ein fundiertes Know-how und Kundennähe besitzen, Teil unseres Erfolges. Unsere Kunden wiederum schätzen einen Partner vor Ort mit einem rein nationalen Risikoprofil“, erklärt Hamel. Diese Präferenzen widerspiegeln sich in den Kennzahlen: Zum einen erhöhten sich die Forderungen an Kunden um 2,64 Prozent auf 1,63 Mrd. Euro, zum anderen stieg das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft auf 19,22 Millionen Euro. Ebenfalls eine gute Nachricht: Die 2020 für Folgen der Covid-Pandemie gebildeten Risikovorsorgen konnten größtenteils aufgelöst werden. Die Quote der notleidenden Kredite wurde 2021 auf 0,92 Prozent des Kreditvolumens reduziert und liegt damit deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt. Die Bilanzsumme der Volksbank Vorarlberg per 31.12.2021 ist um 2,4 Prozent auf rund 1,92 Mrd. Euro gestiegen. Die Volksbank Vorarlberg überzeugte Kunden auch mit ihren nachhaltigen Geldanlagen. „Der starke Geschäftsanstieg war sowohl beim Anlagevolumen als auch beim Anlageertrag zu verzeichnen“, freut sich Hamel. Auf die langjährige Kompetenz der Vorarlberger vertrauen seit 2021 übrigens auch die anderen Banken des österreichischen Volksbanken-Verbundes; die Österreichische Ärzte- und Apothekerbank greift bereits seit 2018 auf das Know-how aus Vorarlberg zurück.

Erfolgsmodell Genossenschaft

Ein Zurück zu den Wurzeln zeigt sich auch darin, dass die Genossenschaft als Rechtsform in den letzten Jahren ihre Renaissance erlebt hat und heute als Zukunftsmodell gesehen wird. Vor allem die Energiegenossenschaften treten im Zuge der aktuellen globalen Entwicklungen in den Vordergrund. In Österreich entstehen gerade die ersten Energiegenossenschaften, mit denen Bürger und Unternehmen gemeinsam erneuerbaren Strom erzeugen und so aktiv Teil der Energiewende werden können. Per 31.12.2021 stand die Volksbank Vorarlberg im Eigentum von 17.853 Mitgliedern, die 109.296 Anteile hielten. Tendenz weiter steigend. VN-sca

„Unsere Kunden schätzen einen Partner vor Ort mit einem rein nationalen Risikoprofil.“

Volksbank Vorarlberg 2021

Bilanzsumme 2021
1,92 Mrd. Euro (+2,4 Prozent)

Forderungen an Kunden
1,63 Mrd. Euro

Gesamtkapitalquote 17,4 Prozent

Betriebsergebnis 5,38 Mill. Euro

Genossenschaft 17.853 Mitglieder mit 109.296 Geschäftsanteile
à 15 Euro

Mitarbeitende 259