Welchen Rekord Vorarlbergs Exporteure 2021 aufstellten

Markt / 15.07.2022 • 11:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Vorarlberger Außenhandel im Bundesländervergleich am stärksten gestiegen.

Wien, Feldkirch, Bregenz Die Vorarlberger Exportwirtschaft hat im Jahr 2021 ein neuerliches Rekordergebnis erreicht, der auch im Bundesländervergleich glänzt.

Laut Statistik Austria, welche die Zahlen am Freitag veröffentlicht hat, konnte Vorarlberg die größte relative Zunahme verzeichnen.  „Mit einem Exportvolumen von knapp 12,6 Milliarden Euro haben die rund 5000 exportierenden Unternehmen im vergangenen Jahr eine neue Rekordmarke erreicht. Das ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Leistungskraft unserer heimischen Betriebe“, freuen sich Wirtschaftslandesrat Marco Tittler und Wirtschaftkammer Vorarlberg-Präsident Wilfried Hopfner. Dies stellt ein Plus von 20,5 Prozent gegenüber 2020 dar.

Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bundesstatistiker ist Oberösterreich das Land mit den meisten Exporten. Mehr als die Hälfte der österreichischen Ausfuhren in Höhe von 165,48 Mrd. Euro erfolgten durch Unternehmen aus dem Industrieland Oberösterreich. Während Österreich 2021 insgesamt Waren um  177,98 Mrd. Euro importierte und damit ein Handelsbilanzdefizit zu verzeichnen hatte, importierte Vorarlberg Waren im Wert von über 9,2 Milliarden Euro und realisierte damit einen Überschuss von 3,3 Milliarden Euro – 18,8 Prozent über Vorjahr. Der Handelsbilanzüberschuss hat Tradition im Land und pendelte in den vergangenen zwölf Jahren zwischen knapp 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2014 und knapp 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2020. Mit 3,3 Milliarden Euro ist das Jahresergebnis 2021 das weitaus beste Resultat im Betrachtungszeitraum.

Zusätzliches Wachstum

Vorarlbergs Exporteure haben indes aber nicht nur das schwierige Coronajahr 2020 überflügelt, sondern auch deutlich mehr Waren exportiert im Vorkrisenjahr 2019. Damals wurden Produkte für 10,7 Milliarden Euro in alle Welt verkauft.  „Die Entwicklungen zeigen indes, dass es den Wirtschaftstreibenden gelungen ist, die Verluste von 2020 im Jahr 2021 auszugleichen: aus dem Vorjahr ausständige Aufträge wurden nachgeholt, parallel zusätzliche Umsätze generiert“, so Tittler zu den positiven Nachrichten in einer mit Herausforderungen gespickten Zeit.Deutschland Nummer eins

Deutschland Nummer eins

Wie im Jahr 2020 war auch im Vorjahr Deutschland für alle österreichischen Bundesländer sowohl bei den Ein- als auch bei den Ausfuhren der wertmäßig mit Abstand bedeutendste Handelspartner. Importseitig war bei allen neun Bundesländern zumindest ein Land außerhalb der Europäischen Union unter den drei wichtigsten Handelspartnern zu finden. Mit Ausnahme von Tirol befand sich China bei allen Bundesländern in der Einfuhr unter den Top-3-Partnerländern.