Inflation geht leicht zurück

Markt / 06.01.2023 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Agenda Austria-Ökonom Göttert: Geld für Anti-Teuerungsmaßnahmen. AA
Agenda Austria-Ökonom Göttert: Geld für Anti-Teuerungsmaßnahmen. AA

Strompreisbremse wirkt, aber Staat verdient kräftig mit.

Wien Die Inflation hat sich zu Jahresende 2022 auf einem hohen Niveau weiter eingebremst. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria lag die Teuerung im Dezember bei 10,2 Prozent, nach 10,6 Prozent im November und elf Prozent im Oktober. Hauptverantwortlich für den jüngsten Rückgang seien die seit Dezember wirksame Strompreisbremse und der spürbar nachlassende Preisdruck bei Treibstoffen, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Bei Nahrungsmitteln und in der Gastronomie hingegen halte der Preisauftrieb weiter an.

Dem Staat hat die Inflation laut Berechnungen von Agenda Austria im vergangenen Jahr Mehreinnahmen von 6,1 Mrd. Euro beschert. Der größte Teil davon stammte aus höheren Mehrwertsteuereinnahmen. Auf der anderen Seite hatte der Staat durch die gestiegenen Preise aber auch Mehrausgaben von 3,9 Mrd. Euro.

Mit 2,6 Mrd. Euro zusätzlich beziffert der Thinktank das durch die gestiegenen Preise erhöhte Mehrwertsteueraufkommen. Weitere große Brocken waren die infolge der Inflation um 1,0 Mrd. Euro höhere Lohn- und Einkommensteuer sowie die um 1,8 Mrd. Euro gestiegenen Sozialversicherungsbeiträge. “Alles in allem sorgt die Inflation dafür, dass der Staat im vergangenen Jahr rund zwei Milliarden besser abgeschlossen hat”, sagt Agenda-Austria-Ökonom Marcell Göttert.

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