Milliardenkonzern kauft Lustenauer Amaco

Markt / 10.01.2023 • 22:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Firmensitz von Amaco in Lustenau soll bleiben, genauso die Mitarbeiter. wpa
Der Firmensitz von Amaco in Lustenau soll bleiben, genauso die Mitarbeiter. wpa

Coesia neuer Alleineigentümer. Firmensitz und Name bleiben.

Lustenau Neuer Alleineigentümer für den Lustenauer Digitaldruckspezialisten Amaco GmbH. Das Unternehmen wurde von der HAPA AG in Volketswil im Schweizer Kanton Zürich übernommen, einem Tochterunternehmen der international tätigen und milliardenschweren Firmengruppe Coesia mit Sitz in der italienischen Stadt Bologna. 

Name und Standort bleiben

Der bisherige Amaco-Alleineigentümer und Geschäftsführer Matthias Klaudrat bestätigt den vollständigen Verkauf. Der Name des Unternehmens sowie der Sitz in Lustenau sollen aber unverändert bestehen bleiben. Auch keine Veränderungen gebe es für die 14 Mitarbeiter. Klaudrat selbst werde nach dem ersten Halbjahr 2023 auch als Geschäftsführer bei Amaco ausscheiden und dann nur noch eine beratende Funktion ausüben.

Amaco ist auf die Entwicklung und Herstellung von Digitaldruckmaschinen samt Zubehör, Wartung, Service und Software spezialisiert. Zu den Kunden gehören die Hersteller von sogenannten “medical devices”. Dazu zählen zum Beispiel medizinische Einwegprodukte wie Katheter. Mit den Lösungen von Amaco werden die Verpackungen dieser Medizinprodukte vom Hersteller digital beschriftet.

Wachstum vorantreiben

Klaudrat begründet den Verkauf damit, dass Amaco mit der Zugehörigkeit zu dieser weltweit tätigen Gruppe das internationale Wachstum massiv vorantreiben könne. Bereits jetzt sei man fast ausschließlich im Ausland tätig. Der Exportanteil liegt bei rund 98 Prozent. “Wir sind in dieser Nische der Marktführer in Europa”, so Klaudrat. HAPA konzentriere sich auf einen recht ähnlichen Bereich, allerdings für Pharma-Kunden. Dadurch würden sich die Unternehmen im Portfolio ideal ergänzen.

Von Vonach gegründet

Amaco wurde 1982 von Josef Vonach gegründet. Im Jahr 2016 übernahm Matthias Klaudrat die Mehrheit der Firmenanteile, zwei Jahre später erfolgte die vollständige Übernahme.

Matthias Klaudrat hat das Unternehmen verkauft.
Matthias Klaudrat hat das Unternehmen verkauft.

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