Zins steigt: Was das für Sparbuch und Kredit heißt

Markt / 02.02.2023 • 18:28 Uhr
Michael Alge, Vorstandschef der Raiffeisen Landesbank.
Michael Alge, Vorstandschef der Raiffeisen Landesbank.

3,0 Prozent und die Folgen: Sparen bringt Ertrag, Kredite teurer.

Schwarzach Mit der fünften Zinserhöhung in Folge stemmen sich die Euro-Währungshüter gegen die nach wie vor hohe Teuerung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hebt den Leitzins im Euroraum erneut um 0,50 Prozentpunkte auf nun 3,0 Prozent an. Das beschloss der Rat der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt.

Damit aber nicht genug, denn für die nächste geldpolitische Sitzung am 16. März ist bereits eine weitere Zinserhöhung in Aussicht gestellt.

„War zu erwarten“

„Die Leitzinserhöhung der EZB entspricht mit 0,5 Basispunkten den Erwartungen. Während allgemein in der Eurozone die inflationsdämmende Absicht bereits Wirkung zu entfalten scheint, greifen die Maßnahmen in Österreich (noch) nicht. Hier erreichte die Inflationsrate in Österreich mit 11,1 Prozent im Jänner 2023 einen neuen Höhepunkt. Inwieweit die, durch einen Angebotsmangel getriebene Energiepreissteigerung mit Zinsanhebungen überhaupt in Griff zu bekommen ist, bleibt ja noch offen“, sagt Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, zu den VN. Während Sparer von dieser Entscheidung der EZB profitieren und höhere Zinsen erwarten können, bedeutet das für Kreditnehmer – zumindest für jene mit variablem Zinssatz – wiederum höhere monatliche Raten und damit eine Mehrbelastung in Zeiten der allgemeinen Teuerung. VN-reh

Die Euro-Währungshüter sehen sich im Kampf gegen die Teuerung auch nach der fünften Zinserhöhung in Folge noch nicht am Ziel. apa
Die Euro-Währungshüter sehen sich im Kampf gegen die Teuerung auch nach der fünften Zinserhöhung in Folge noch nicht am Ziel. apa