Künstliche Intelligenz menschlich gestalten

Betriebsräten fehlt Strategie der Politik zu Technologie.
Wien „Die Einführung von Systemen der künstlichen Intelligenz wird unseren Alltag, aber insbesondere auch die Arbeitswelt massiv verändern“, sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA Barbara Teiber anlässlich einer österreichweiten Betriebsrätekonferenz. Aber sie übt auch Kritik, denn: „In Österreich fehlt bislang eine Strategie der Politik zu dieser Technologie und die Regierung stellt viel zu wenig Mittel für die Forschung auf diesem Gebiet zur Verfügung.“
Teiber warnt in diesem Zusammenhang vor einer rein gewinnorientierten Sicht auf diese Technologie: „Wir müssen uns insbesondere mit den gesellschaftlichen Auswirkungen befassen und ethische Aspekte ins Zentrum rücken. Dazu braucht es intensive Forschungs- und Bildungsinitiativen der öffentlichen Hand.“ Der Gewerkschaft geht es uns dabei insbesondere um die demokratische Gestaltung des Prozesses in den Betrieben. „Mitbestimmungsrechte dürfen durch die Einführung von KI nicht ausgehebelt werden“, so Teiber. „Wie bei jeder Technologie hängt es auch bei KI davon ab, wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet werden, um sie an menschlichen Bedürfnissen zu orientieren.“