Deshalb fordert dieser Handwerker Abschaffung der Förderungen

Markt / 10.10.2024 • 12:17 Uhr
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Michael Stadler hat auch einiges, das er sich von der Politik wünscht. vn

Wähler am Wort: Lauteracher Tischlermeister hat eine ganze Reihe von Wünschen an die nächste Regierung – Förderungen abschaffen, Kammer reformieren und Steuerleistung veröffentlichen.

Lauterach „Wir dürfen nicht den nächsten Generationen Schulden aufbürden“, sagt der Lauteracher Tischler Michael Stadler. Der bekannt kritische Unternehmer hat eine ganze Reihe von Wünschen – oder soll man sagen Forderungen – an eine neue Regierung.

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so schnell Konsequenzen gezogen werden. Mir ging es nie um Personen - es geht um ein sauberes Miteinander, saubere Arbeit, um die Sache. Dass die Unternehmer eine gute Vertretung brauchen, steht außer Frage. Ein Neuanfang bietet diese Chance. Ich glaube auch, dass jetzt viele Menschen bereit sein werden, an diesem Neuanfang mitzuwirken. Michael Stadler, ehem. Stv. Innungsmeister Tischler, Möbelwerkstatt Michael Stadler
Michael Stadler, Möbelwerkstatt Michael Stadler, fordert, dass die Politik mehr auf die kleinen Unternehmen hört: “Auch wir sind Teil der Wirtschaft, aber das stelle ich in der Politik nicht fest.” VN/SR

Zeit wäre es für ihn, die “Zwangsmitgliedschaft” in der Wirtschaftskammer abzuschaffen und wenn man das Thema schon einmal angehen würde, auch eine Konzentration auf die Interessen der Berufsgruppen: „Die Parteien gehören raus aus der Kammer“, sagt er.

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Für die kleinen Unternehmen müsse Steuergerechtigkeit hergestellt werden, sagt er im Gespräch mit den VN: „Wir Kleinbetriebe zahlen das Hundertfache an Steuern auf Vermögen und Einkommen wie internationale Konzerne, die von der Politik ins Land geholt werden. Eine Offenlegung der Steuerleistung ist für ihn ein politisches Gebot der Stunde, „dazu bin ich auch gerne selbst bereit“.

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Dringende Entlastung fordert Stadler bei der Bürokratie. „Es würde viele einfache Wege geben, um kleinen Betrieben die Prügel aus dem Weg zu räumen“, erklärt er, es brauche aber den Willen dazu: „Bei der Grenzwerteverordnung, Mutterschutz, Einstellung älterer Arbeitnehmer, könnte man, so der engagierte Handwerker, durch Ausgleichsfinanzierungen problemlos den Druck von uns nehmen.“

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Die Behörden und Ämter sollen sich auf Dienstleistung fokussieren, sieht er als Aufgabe einer neuen Regierung. Und auch bei Grund und Boden sieht er Handlungsbedarf. Kleinbetriebe haben kaum mehr die Möglichkeit, Grundstücke für ihre Betriebe zu erwerben. Hier brauche es Mut zum Gegensteuern in der Politik. Überzeugt ist er, dass, wenn die Politik ihr Ohr näher an den tausenden Kleinbetrieben hätte, vieles sozialer, ökologisch besser und volkswirtschaftlich sinnvoller ausfallen würde. Dazu gehört für Michael Stadler auch ein Ende der Förderungen. „Die gehören fast alle gestrichen, dafür sollte man vernünftige Rahmenbedingungen für die KMU schaffen“, wünscht sich der Unternehmer von der Politik.

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Zur Vn-Serie Wähler am wort

In der Serie „Wähler am Wort – was uns wichtig ist“ kommen Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zu Wort, die ihre Sichtweisen, Sorgen und Wünsche an die Politik vor der Landtagswahl in Vorarlberg schildern. Die VN sprachen dabei mit Menschen wie:

  • Junge Menschen wie Sebastian Muxel, der über die angespannte Wohnsituation im Land spricht.
  • Ärztinnen und Ärzte, wie Dr. Ruth Krumpholz, die die Herausforderungen in den Krankenhäusern beschreibt.
  • Pflegekräfte, darunter Stefanie Hepberger, die aus ihrem Alltag in der psychiatrischen Pflege berichtet.
  • Lehrkräfte, die über die Probleme im Bildungssystem und den Lehrermangel sprechen.
  • Alleinerziehende, die über ihre finanziellen und familiären Herausforderungen berichten.
  • Gastronomen wie Gabriel Venturiello, der die aktuellen Schwierigkeiten in der Gastronomie beleuchtet.
  • Handwerker, die den bürokratischen Aufwand und Fachkräftemangel in ihrer Branche thematisieren.
  • Kindergartenpädagoginnen, wie Eva Hofer, die die Herausforderungen im Bereich der Kinderbetreuung aufzeigen.

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