“Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren”

Nach mehreren Jahren mit wirtschaftlichem Rückgang formuliert die Vorarlberger Strategie Schwerpunkte für die Zukunft. Der Präsident der Industriellenvereinigung betont, dass diese “(V)orwärtsstrategie” eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft sein soll und muss.
Dornbirn “Wer jetzt nicht entschlossen handelt, riskiert, den Anschluss zu verlieren”, sagt Präsident Elmar Hartmann beim Neujahrsempfang der Industriellenvereinigung Vorarlberg im Zumtobel-Lichtforum in Dornbirn. Bei der Veranstaltung wurde von ihm die Industriestrategie der IV Vorarlberg “(V)orwärts in eine exzellente Zukunft” in den Mittelpunkt gestellt, Hartmann und IV-Geschäftsführer Simon Kampl im Gespräch mit den VN. Man wolle und müsse den Standort Vorarlberg wieder nach vorne bringen, so Präsident Hartmann und IV-Geschäftsführer Simon Kampl im Gespräch mit den VN. Dafür habe man vier Schwerpunkte als Pfad formuliert: “Pioneering Technology & Innovation – Vorarlberg als Vorreiter für industrielle Innovation, Empowering People & Future Skills – Menschen und Qualifikation im Mittelpunkt, Global Connectivity & Collaboration – regional verankert, international vernetzt, Sustainable Prosperity & Quality of Life – wirtschaftlicher Erfolg und Lebensqualität gemeinsam gedacht.”
Strategische Schwerpunkte
Diese vier Schwerpunkte sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Standort Vorarlberg, so Hartmann, der sich aber auch überzeugt zeigt, dass nicht nur die Wirtschaft, respektive Industrie, ihren Beitrag dazu leistet, sondern dass die Zukunftsstrategie eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft sein wird. Was jetzt zu tun ist, ist für Hartmann und Geschäftsführer Simon Kampl klar: Zu den Rahmenbedingungen, die die heimische Wirtschaft, die in Vorarlberg mit seiner starken Ausrichtung auf den Export besonders sensibel ist, wieder nach vorne bringen sollen, gehört “definitiv, dass die Energiepreise angepasst werden, eine Reduzierung der Bürokratie samt damit verbundenen Kosten, grundsätzlich immer Bildung und Qualifizierung – wir müssen die Lehrpläne aktualisieren”, so Kampl – und maßvolle Lohnabschlüsse. “Das war ein beeindruckender Ausdruck von Verantwortung, dafür habe er sich auch ausdrücklich bei den Gewerkschaften bedankt”, sagt Hartmann.

Eine stärkere Rolle und bessere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten sei in der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage ebenfalls dringend notwendig, was er allerdings von der Industriestrategie der Bundesregierung, die am Mittwoch vorgestellt wird, halte, weiß er noch nicht. “Wenn es ein großer Wurf wird, freuen wir uns”, sagt der IV-Präsident. Und seine positive Einstellung zeigt er auch, wenn es um die Bürokratie geht: “Wir begrüßen, dass die Anlaufstelle für Bürokratieabbau nun die Arbeit aufgenommen hat und hoffen, dass sie viel aufzeigen und bewegen kann.”