Verzicht auf KI: In diesem Hotel setzt man auf echte Menschen

Mehrfach ausgezeichnetes Hotel im Kleinwalsertal hat sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt und einen Entschluss gefasst:
Hirschegg Es ist nicht so, dass Magdalena und David Kessler, Gastgeber im vielfach ausgezeichneten Naturhotel Chesa Valisa in Hirschegg, sich nicht mit der Künstlichen Intelligenz (KI) auseinandergesetzt hätten. Im Gegenteil: Sie haben ganz genau ausgelotet, wo die KI eingesetzt werden könnte, um Mitarbeitern Arbeiten abzunehmen und es den Gästen leichter zu machen, wie Magdalena Kessler vor genau zwei Jahren, am 6. Februar 2024, im Gespräch mit den VN sagte.

Die junge Generation an der Spitze des Hotels, das immerhin seit 500 Jahren ein Ort gelebter Gastlichkeit ist, hat schon vor zwei Jahren klargestellt, dass man die weitere Entwicklung und Nutzbarkeit von KI beobachten wolle und dann über die Nutzung entscheide. Denn dem Gast soll beim Aufenthalt genauso viel Aufmerksamkeit und Zuwendung zukommen wie ohne künstliche Intelligenz. Nun haben sie ihre Entscheidung getroffen. In einer Zeit, in der alles schneller, effizienter und automatisierter werden soll, setzt das Naturhotel Chesa Valisa ein klares Zeichen, informieren die Geschwister: “Der schönste Urlaub entsteht dort, wo Menschen einander begegnen. Und das beginnt nicht im Chatfenster, sondern mit Gastgebern, die zuhören und reagieren.”
“NaturTalente” statt Chatbot
Wir bekommen fast täglich Vorschläge, wie wir unsere Gästekommunikation automatisieren könnten”, sagt Magdalena Kessler, “doch genau das wollen wir nicht.” Echte Gastfreundschaft lasse sich nicht programmieren. Im familiengeführten Hotel antworte auch in Zukunft kein System, sondern ein “NaturTalent”, wie die Mitarbeiter im Hotel, das immer wieder eine Pionierrolle eingenommen hat, genannt werden.