“Ich investiere in Start-ups, die groß denken”

Die 13. Staffel der Businessshow “2 Minuten 2 Millionen” startet heute, Dienstag. Mit dabei ist auch diesmal wieder der Vorarlberger Investor Mathias Muther, der über seine Erfahrungen und Erwartungen berichtet. Und über seine Präsenz im Licht der Öffentlichkeit.
Wien, Schwarzach Die Wirtschaftslage ist gerade nicht so, dass man sich in neue unternehmerische Projekte wagt. Oder ist sie so, dass gerade jetzt eine gute Zeit ist, um Neues anzuschieben? Die Businessshow “2 Minuten 2 Millionen” ist ein TV-Format, das zeigt, dass gute Geschäftsideen gerade heute gefragt sind, dass es Menschen gibt, die neue Ideen auf den Weg bringen. Was sie tun, was sie planen – das interessiert jedenfalls Tausende Österreicher, denn heute, Dienstag, um 20.15 Uhr startet die bereits 13. Staffel des Puls4-Quotenhits.
Spannende Duelle
Einer der Investoren ist wieder aus Vorarlberg. Mathias Muther wird um interessante Beteiligungen für sein wachsendes Unternehmensportfolio rittern und verspricht im Gespräch mit den VN spannende Duelle um die besten Geschäftsideen. Muther zeigt sich im Vorfeld der Ausstrahlung erfreut über die neue Staffel: “In zwei Minuten entscheidet sich, ob aus einer Idee ein Business werden kann. 2 Minuten 2 Millionen bringt diesen Moment ins Rampenlicht – kompromisslos, inspirierend und österreichisch.”

Gleich in der ersten Folge kämpft Muther um eine Beteiligung, auch wenn er im ersten Moment die Idee von Seán McFadden kritisch sieht: “Kein Prototyp, kein Geld.” Doch die KI-Revolution der Content-Produktion “Ontoworks” schickt die Investoren um Christian Jäger und Mathias Muther schon zum Staffelauftakt in den Bieter-Ring. Nachdem seine Kolleginnen und Kollegen das Potenzial der KI-Innovation hervorheben, ist auch Muther nicht mehr zu bremsen – trotz vorheriger Absage.
Branchen mit Zukunft
Er setze weiterhin auf den Tech-Bereich, erneuerbare Energien und nachhaltige Produkte – also auf Branchen mit Zukunft, sagt er und informiert über weitere Branchen, die ihn fesseln. “In dieser Staffel möchte ich mich aber auch um Produkte im Lebensmittel- und Kosmetikbereich bemühen, wichtig ist für mich aber immer die Skalierbarkeit: Eine gute Idee allein reicht nicht, sie muss auch groß wachsen können. Ich investiere in Start-ups, die groß denken und dieses Potenzial auch umsetzen wollen.”
Bereits in der letzten Staffel hat Muther in – jedenfalls aus seiner Sicht – erfolgversprechende Start-ups investiert, für eine Bilanz sei es allerdings noch zu früh. “Meine Investments der letzten Staffel entwickeln sich sehr gut, aber es ist noch zu früh, um von Erfolgsstorys zu sprechen, das braucht noch ein bis zwei Jahre.” Die Zusammenarbeit mit den Start-ups sei aber immer inspirierend, weil man so viele unterschiedliche Denkansätze und unglaublich viel Kreativität erlebe.

Der Unternehmer, der seine berufliche Karriere als Installateur startete, investiert aber nicht nur bei der Start-up-Show. Im Sommer übernahm er z. B. zusammen mit Elmar Hartmann die Firma Identec Solutions mit Sitz in Lustenau. Es mache für ihn keinen Unterschied, ob ein Investment aus der Show kommt oder außerhalb entsteht. “Am Ende zählt die Idee, das Team und das Potenzial. Wenn sich Synergien ergeben, ist das natürlich wunderbar – aber ich gehe nicht mit dem Ziel hinein, alles zwanghaft zu verbinden.”
“Das erdet”
Neben all seinen unternehmerischen Aktivitäten lernte der Selfmade-Man seit seiner Fernsehpräsenz auch eine neue Welt kennen, nämlich die Glanz- und Glitterwelt der Prominenz. Am Kitzbühel-Wochenende war er Gast bei Arnold Schwarzeneggers Weißwurstparty. Er werde nicht abheben, zieht er Bilanz und sagt auch, warum: “Besonders schön finde ich, dass viele Menschen auch noch den Installateur in mir sehen und meinen harten Weg kennen und wissen, was alles dahintersteht, um erfolgreich zu werden. Ich glaube, das erdet.”