Diese Branche bleibt auch in der Krise robust – und kreativ

Markt / 12.02.2026 • 15:57 Uhr
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Bernhard Hafele und Hanno Schuster vom Leitungsteam der Kreativen Wirtschaft Vorarlberg: “Vernetzung und kontinuierliche Weiterbildung sind entscheidend, um diese Stärke langfristig zu sichern.” FA

Trotz Rezession zeigen sich kreative Branchen robuster als die Gesamtwirtschaft. Wie in ganz Österreich zeigen sich die Krea

Feldkirch In Vorarlberg prägen kleine Agenturen, Designstudios, IT- und Kommunikationsbetriebe das Bild der Kreativwirtschaft. Die Arbeitsweise ist projektbasiert, digital und stark vernetzt. “Rund 90 Prozent der Kreativbetriebe in Vorarlberg sind Ein- oder Zwei-Personen-Unternehmen. Vernetzung und kontinuierliche Weiterbildung sind daher entscheidend, um diese Stärke langfristig zu sichern”, betonen Bernhard Hafele und Hanno Schuster vom Leitungsteam der Kreativen Wirtschaft Vorarlberg. Mit über 1000 Mitgliedern in der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation und gemeinsam mit den Berufsfotografierenden und Filmschaffenden steht die kreative Wirtschaft insgesamt für mehr als 2500 Arbeitsplätze und damit für einen relevanten Teil der regionalen Wertschöpfung.

Investitionen fließen vor allem in Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle. “Der Ausblick bleibt vorsichtig, aber stabil – die Branche wirkt weiterhin als Impulsgeber für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung im Land.” Die Branche entwickelt sich trotz konjunkturellem Gegenwind österreichweit und eben auch im Land stabiler als die Gesamtwirtschaft: Die Zahl der Betriebe blieb nahezu konstant, Beschäftigung und Umsätze gingen nur leicht zurück. Besonders stark vertreten sind Kunstmarkt, Werbung sowie Software und Games. Insgesamt sind die Branchen exportorientiert – 43 Prozent der Unternehmen verkaufen Leistungen auch ins Ausland.

Charakteristisch für die Branche ist die Struktur: Im Österreichschnitt arbeiten drei Personen pro Betrieb, 76 Prozent sind Ein-Personen-Unternehmen. Zwei Drittel erzielen weniger als 50.000 Euro Jahresumsatz. Die österreichische Kreativwirtschaft sei ein Ökosystem der Vielfalt – getragen von Kleinstunternehmen, die mit Flexibilität und Innovationskraft rasch auf neue Trends reagieren, rühmt sich die Branche selbst. Zugleich brauche diese Struktur aber passgenaue Unterstützung bei Finanzierung, Wachstum und langfristiger Stabilität.