Wachstum mit Expertise: So stellt sich Vorarlberger Projektentwickler dafür auf

Vorarlberger Unternehmensgruppe verstärkt den Vorstand – für die nächsten drei Jahre sind Projekte für 200 Millionen Euro in der Pipeline.
Dornbirn Keine Frage, die vergangenen Jahre waren für die gesamte Branche eine große Herausforderung. Das zeigen die Zahlen und eine ganze Reihe von in Not geratenen oder erst gar nicht umgesetzten Bauprojekten. Für die Prisma Unternehmensgruppe war diese Zeit natürlich auch nicht einfach, sie zeigte aber auch, dass man gut aufgestellt für diesen Härtetest war. Prisma geht mit großem Elan in die weitere Entwicklung der Gruppe mit zwölf operativen Gesellschaften und 44 Investitionsgesellschaften und erweitert dafür ihren Vorstand, “um den steigenden Anforderungen an Struktur und Steuerung zu begegnen sowie die Weichen für die weitere Unternehmensentwicklung zu stellen”, wie es CEO Bernhard Ölz im Gespräch mit den VN formuliert.

Zum 1. April 2026 übernimmt Raimund Klausner die neu geschaffene Position des Chief Financial Officer (CFO) und wird Mitglied des Vorstands der Gruppe. Seit 15 Jahren ist Klausner Teil der Unternehmensgruppe, seit 2013 als Geschäftsführer der Prisma Finanzmanagement GmbH und seit 2016 als Prokurist der Prisma Holding AG. Er ist zugelassener Immobilientreuhänder und verfügt über langjährige Führungserfahrung an der Schnittstelle von Finanz-, Immobilien- und Unternehmensentwicklung. Der studierte Betriebswirt war vor seiner Tätigkeit beim Projektentwickler 14 Jahre im Bankensektor tätig – zuletzt bei der Hypo Tirol Bank, wo er das Immobilien- und Beteiligungsmanagement verantwortete.
Verantwortung für Finanzen
Klausner übernimmt auf einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates die Gesamtverantwortung für den Finanzbereich sowie das Asset- und Beteiligungsmanagement, das Transaktions- und Risikomanagement und Compliance. Er sei der richtige Mann, um den immer wichtiger werdenden Bereich der Finanzierung und die damit zusammenhängenden, ständig zunehmenden Herausforderungen sowie die Zusammenarbeit mit den Banken, “die wir immer als Partner betrachten”, zu verantworten, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der Gruppe, Bernhard Ölz.

Denn die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe ist ehrgeizig. Nach der Fertigstellung von Standorten mit einem Volumen von 110 Millionen Euro im Jahr 2025 entwickelt Prisma aktuell eine Reihe von Standorten in Österreich und Deutschland, die bereits in der Umsetzung sind bzw. zeitnah realisiert werden sollen. Dazu zählen unter anderem das Quartier Dichter 4 in Ulm, die Hofgärten in Tettnang, die Ifenstraße in Friedrichshafen, das Quartier Weiherviertel in Bregenz mit dem ersten Motel One in der Bodenseeregion, die Gniglerstraße in Salzburg, ein Wohnensemble in Langenzersdorf bei Wien und das Quartier an der Steiner Donaulände in Krems, das auch deshalb besonders anspruchsvoll ist, weil im Weltkulturerbe Wachau gebaut wird. Rund 200 Millionen Euro werde man damit in den nächsten drei Jahren investieren, so die beiden Vorstände.

Doch nicht nur in die Projekte wird investiert: Der strategische Fokus liege außerdem auf der Verbreiterung der Leistungsfelder und Aktivitäten der Unternehmensgruppe, der Digitalisierung interner Strukturen und Prozesse, besonders von der neu gegründeten Prisma Sustainablesystems GmbH erwarten sich die Vorstände entscheidende Impulse im Energie- und Gebäudemanagement. “Das sind unglaubliche Verbesserungen zu realisieren”, erklärt Ölz die Aufgabe des von Julian Trampitsch geleiteten Unternehmens, das derzeit die Gebäude im Bestand – 40 Standorte mit mehr als 100 Gebäuden in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Wien und Süddeutschland – auf neuesten Stand bringt, aber auch am Markt seine Expertise anbieten wird.