Arbeitslosigkeit: Erstmals unter der Fünf-Prozent-Marke

Markt / 01.06.2026 • 10:54 Uhr
Arbeitslosigkeit: Erstmals unter der Fünf-Prozent-Marke

AMS Vorarlberg sieht erste Anzeichen einer Stabilisierung, Zahl der offenen Stellen sinkt jedoch.

Bregenz Es sind keine durchwegs positiven Nachrichten, die AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter präsentiert. Dennoch sieht er ein erstes Signal der Entspannung am Vorarlberger Arbeitsmarkt: “Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist erstmals seit Jahresbeginn unter fünf Prozent gesunken”, sagt er mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen.

11.269 Personen ohne Job

Zum Vergleich: In den ersten vier Monaten des Jahres lag das Wachstum der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich noch bei rund 6,5 Prozent. Aktuell sind in Vorarlberg 11.269 Personen arbeitslos gemeldet – um 4,2 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres.

Besonders betroffen vom weiterhin schwachen Beschäftigungswachstum sind Menschen ab 50 Jahren. In dieser Altersgruppe stieg die Arbeitslosigkeit um zehn Prozent. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei den Langzeitbeschäftigungslosen aus: Hier verzeichnet das AMS ein Plus von 29,6 Prozent.

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Die Vermittlung und Qualifizierung von Arbeitsuchenden sowie die Verhinderung und der Abbau von Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleiben daher zentrale Schwerpunkte des AMS Vorarlberg. “Das ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders herausfordernd”, betont Bereuter.

Derzeit nehmen 2573 Personen an Schulungsmaßnahmen des AMS Vorarlberg teil. Ein wesentlicher Grund dafür: 5304 Arbeitslose beziehungsweise 47,1 Prozent aller arbeitslosen Personen verfügen als höchsten Bildungsabschluss lediglich über einen Pflichtschulabschluss.

Weniger offene Stellen

Weniger erfreulich entwickelt sich die Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen ging im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Prozent auf 3759 zurück. Zuwächse gab es lediglich in den Lehr- und Kulturberufen (+196 Stellen) sowie bei den Hilfsberufen (+20). Rückgänge verzeichneten hingegen die Metall- und Elektroberufe (-186), die Gesundheitsberufe (-114) und die Büroberufe (-97).