Zwei Trends prägen den Arbeitsmarkt: Weniger junge, mehr ältere Arbeitslose

Markt / 01.07.2026 • 11:38 Uhr
Zwei Trends prägen den Arbeitsmarkt: Weniger junge, mehr ältere Arbeitslose

Das AMS erwartet trotz leichter Konjunkturerholung vorerst keine Entspannung.

Bregenz Der Vorarlberger Arbeitsmarkt zeigt derzeit zwei gegenläufige Trends. Während die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren im Jahresvergleich um 2,5 Prozent auf 1263 Personen gesunken ist, steigt sie bei den über 55-Jährigen deutlich an. In dieser Altersgruppe waren Ende Juni 2291 Personen arbeitslos gemeldet – ein Plus von 17,4 Prozent. „Diese Entwicklung beobachten wir bereits seit mehreren Monaten. Umso wichtiger ist es, konsequent gegenzusteuern. Betriebe sollen erfahrene Arbeitskräfte im Unternehmen halten und bei der Besetzung offener Stellen bewusst das Potenzial der Generation 55+ nutzen“, betont AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.

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Nur eine moderate Erholung

Insgesamt rechnet Bereuter angesichts der aktuellen Arbeitsmarktprognosen mit einer moderaten wirtschaftlichen Erholung. Bei einem Wachstum von rund einem Prozent bleibe die Beschäftigungsdynamik jedoch gedämpft. „Da der Arbeitsmarkt verzögert reagiert, gehen wir von einem weiteren, allerdings abgeschwächten Anstieg der Arbeitslosigkeit aus.“

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Ende Juni 2026 waren in Vorarlberg 10.785 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Das sind 503 Personen beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fast die Hälfte der Arbeitslosen (47,1 Prozent bzw. 5077 Personen) verfügt höchstens über einen Pflichtschulabschluss, was die Vermittlung in Beschäftigung zusätzlich erschwert.

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Österreichweit stieg die Zahl der beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen auf 295.457 Personen. Das entspricht einem Plus von 6912 Personen oder 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.